Dominic Bösel bleibt Europameister – Einstimmiger Punktsieg über Enrico Kölling!

Foto: Stylermedia.de

Im mit Spannung erwarteten Hauptkampf der SES-Gala in Weißenfels ging es vor circa 3500 Zuschauern um die Europameisterschaft (EBU) im Halbschwergewicht. In einem deutsch-deutschen Gipfeltreffen stand der Freyburger Titelverteidiger Dominic Bösel (27-1-0, 10 Ko’s) seinem Pflichtherausforderer Enrico Kölling (26-2-0, 8 Ko’s) aus Berlin gegenüber.

Bösel bezwingt Kölling einstimmig nach Punkten!

Dominic Bösel startete gleich zu Beginn der ersten Runde euphorisch. Mit vielen schnellen Händen bestimmte der Titelverteidiger das Tempo. Im zweiten Durchgang kam Enrico Kölling besser in den Kampf. Mit dem linken Jab behauptete Bösel auch in den weiteren Durchgängen immer wieder die richtige Distanz. Kölling konnte mit Einzelaktionen hin und wieder gute Szenen verbuchen.

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Der Herausforderer versuchte überwiegend mit dem linken Haken wirkungsvoll zu treffen. Bösel stellte den Berliner oft an den Ringseilen und konnte dort mehrere Kombinationen abfeuren. Im mittleren Teil des Gefechtes ging Kölling vermehrt zum Körper. Die guten Treffer von Kölling konnte Bösel jedoch immer wieder mit eigenen sehenswerten Szenen beantworten.

Im letzten Drittel des Kampfes versuchte Kölling nochmal alles in die Waagschale zu werfen. Kölling konnte auch hin und wieder mit dem linken Haken treffen, nur reichten die Aktionen des Herausforderers nicht aus, um sich im Gegensatz zu der hohen ‚Workrate‘ des Titelverteidigers die Runden zu sichern.

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Dominic Bösel, der taktisch clever und diszipliniert boxte, war schlichtweg der aktivere Boxer. Enrico Kölling war oft in seinen Aktionen zu ungenau und hätte den Europameister mehr unter Druck setzen müssen. Nach einem insgesamt guten und spannenden Kampfverlauf, wartete das Publikum auf das Urteil.

Alle drei Punktrichter werteten am Ende einstimmig (115:113, 118:111, 116:113) zugunsten von Dominic Bösel, der somit seinen EM-Titel zum ersten Mal erfolgreich verteidigen konnte und eine überzeugende Leistung bot. Enrico Kölling erkannte die Niederlage an und gratulierte seinem Gegner unmittelbar nach der Urteilsverkündung. Dennoch sollte es für den 28-jährigen Berliner bald weitergehen.

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