Dmitry Bivol vs. Michael Eifert fix: IBF-WM auf Usyk-Verhoeven-Card in Ägypten

Der lange erwartete IBF-Pflichtkampf im Halbschwergewicht steht offenbar kurz vor der Finalisierung. Die Teams von Dmitry Bivol und Michael Eifert haben sich geeinigt, die angesetzte Purse Bid wurde abgesagt.

Bivol vs. Eifert: Einigung kurz vor Purse Bid

Der geplante IBF-Pflichtkampf im Halbschwergewicht zwischen Dmitry Bivol und dem Deutschen Michael Eifert ist einen großen Schritt näher gerückt. BOXEN1 liegt eine vertrauliche Mail vor, aus der hervorgeht, dass sich beide Seiten auf einen Deal verständigt haben.

Die für heute angesetzte Purse Bid, also die Versteigerung der Austragungsrechte, wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Laut anderen Berichten soll der Kampf nun im Rahmen der großen Veranstaltung mit Oleksandr Usyk gegen Rico Verhoeven stattfinden, die am 23. Mai vor den Pyramiden von Gizeh in Ägypten geplant ist. Damit endet ein monatelanges Hin und Her um den überfälligen Pflichtkampf.

Bivol vor erster Titelverteidigung seiner zweiten Regentschaft

Foto: Mark Robinson Matchroom Boxing

Für Bivol (24-1, 12 KOs) wäre es die erste Titelverteidigung seit Beginn seiner zweiten Regentschaft im Halbschwergewicht. Der Russe stand zuletzt im Februar 2025 im Ring, als er in Riad im Rückkampf gegen Artur Beterbiev einen Majority Decision-Sieg errang.

Mit diesem Erfolg vereinte Bivol alle vier großen WM-Gürtel im Limit bis 175 Pfund (79,4 kg). Beterbiev hatte zuvor im ersten Duell im Oktober 2024 knapp nach Punkten gewonnen und sich selbst zum Undisputed Champion gekrönt.

Durch den Sieg holte sich Bivol unter anderem auch den WBA-Titel zurück, den er zuvor fast sieben Jahre lang gehalten hatte. Nach dem Triumph über Beterbiev sah sich Bivol allerdings gleich mit mehreren Pflichtverteidigungen konfrontiert. Sowohl die IBF als auch der WBC meldeten Anspruch auf ihre jeweiligen Mandatory Challenger an.

Der WBC versuchte zunächst, einen Vereinigungskampf gegen den damaligen Interims-Champion David Benavidez durchzusetzen. Bivol legte jedoch erfolglos Berufung ein und legte den WBC-Titel schließlich nieder, um stattdessen den überfälligen IBF-Pflichtkampf gegen Eifert zu verhandeln.

Geduldiger Weg zum Titelkampf für Michael Eifert

Michael Eifert (rechts) bei seinem eindrucksvollen Sieg über Jean Pascal

Der SES-Boxer Michael Eifert (13-1, 5 KOs) wartet bereits seit 2023 auf seine Titelchance. Der Mann aus dem Allgäu wurde zum IBF-Pflichtherausforderer, nachdem er im März 2023 den ehemaligen Weltmeister Jean Pascal in Kanada nach Punkten besiegt hatte.

Seitdem bestritt „Diesel“ nur noch einen weiteren Kampf und ließ sich mehrfach finanziell entschädigen, um zunächst die beiden Beterbiev-Bivol-Duelle passieren zu lassen. Nun steht Eifert vor seinem ersten WM-Kampf als Profi. Bivol bringt dagegen reichlich Erfahrung in Titelkämpfen mit und weist eine Bilanz von 13-1 in Fights mit mindestens einem großen WM-Gürtel auf.

Sollte der Deal wie geplant umgesetzt werden, könnte der Kampf vor der spektakulären Kulisse der Pyramiden von Gizeh stattfinden und für Eifert die bislang größte Chance seiner Karriere bedeuten.

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