
Das deutsche Halbschwergewicht erhält endlich seine große WM-Chance um drei Titel gegen den P4P-Superstar Bivol.
In den letzten Wochen und Monaten wurde viel über Agit Kabayel gesprochen. Der WBC-Interimsweltmeister wartet sehnsüchtig auf seine WM-Chance gegen Superstar Oleksandr Usyk, die ihm als Pflichtherausforderer auch zusteht. Wie lange ein solches Warten im Profiboxen dauern kann, zeigt das jüngste Beispiel Michael Eifert (13-1). Der Bautzener empfahl sich mit dem Gewinn der IBF-Juniorenweltmeisterschaft sowie des IBF-InterConti-Titels für einen IBF-WM-Ausscheidungskampf. Dieser fand im März 2023 in Kanada statt, wo Eifert als großer Underdog das Upset schaffte und Ex-Weltmeister Jean Pascal (37-8-1) verdient nach Punkten bezwang.
Der Jubel damals war groß, und man machte sich berechtigte Hoffnungen auf einen neuen deutschen Weltmeister. Die Enttäuschung nahm jedoch von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr zu, als sich nichts bei der IBF tat. Über drei Jahre werden am Ende verstrichen sein, wenn es tatsächlich zur Pflichtverteidigung für Superstar Dmitrii Bivol (24-1) gegen Eifert kommt. Eine lange Zeit, in der Eifert praktisch kaum Wettkampfpraxis sammeln konnte und lediglich durch Sparringseinheiten aktiv blieb.
Russland anstatt Pyramiden von Gizeh

Für Eifert bedeutet die tatsächliche Fixierung des Kampfes den Durchbruch aus seiner Geduldsphase. Nach dem Pascal-Sieg schien er den internationalen Durchbruch geschafft zu haben, konnte jedoch aufgrund der Boxpolitik keine weiteren Schritte folgen lassen und verschwand so komplett aus dem Fokus – was äußerst schade war. Nun ist er umso motivierter, seine große Chance im Kampf seines Lebens gegen Bivol zu nutzen, der neben dem IBF-Titel auch die Gürtel der WBA und WBO gegen den Deutschen verteidigen wird und als haushoher Favorit gilt.
Eine wichtige Frage war zudem, wo der Kampf stattfinden würde. Zuletzt erschienen die Pyramiden von Gizeh als Austragungsort realistisch – auf der Undercard von Usyk vs. Verhoeven. Nun erfolgte jedoch die Kehrtwende: Der große Titelkampf findet stattdessen am 30. Mai auf einer RCC Boxing Promotions-Veranstaltung in Jekaterinburg, Russland, statt. Inwiefern europäische Sanktionen greifen könnten, bleibt abzuwarten.
Der Austragungsort Russland dürfte auch Auswirkungen auf die Übertragung haben. Der öffentliche Rundfunk, der beispielsweise in Form des MDR noch Pascal vs. Eifert in Kanada übertrug, wird für eine russische Veranstaltung sicherlich keine Option sein. Voraussichtlich wird der Kampf in Deutschland bei einem Streamingdienst wie DAZN zu sehen sein.















unfassbar, wie kann SeS ihre Zustimmung zum Austragungsort in Russland geben!
Mimimi