Diego Pacheco stoppt Immanuwel Aleem eindrucksvoll & fordert Jaime Munguia

Diego Pacheco hat ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Nach zuletzt eher durchwachsenen Auftritten dominierte der US-Amerikaner Immanuwel Aleem über weite Strecken und gewann den Hauptkampf der Matchroom-Veranstaltung in Carson vorzeitig in der elften Runde.

Pacheco überzeugt mit dominanter Vorstellung

Diego Pacheco (26-0, 19 KOs) ließ am Samstag im Dignity Health Sports Park in Carson, Kalifornien, kaum Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Gegen den erfahrenen Immanuwel Aleem (22-5(2)-3, 14 KOs) bestimmte der 25-Jährige von Beginn an das Geschehen und sicherte sich durch TKO in der elften Runde einen der bislang überzeugendsten Siege seit langer Zeit.

Mit seinem neuen Trainer Buddy McGirt in der Ecke nutzte Pacheco konsequent seine Reichweitenvorteile. Ein präziser Jab bereitete immer wieder harte rechte Hände vor, während Aleem nur selten Antworten fand. Laut CompuBox landete Pacheco 266 von 602 Schlägen, Aleem hingegen lediglich 91 von 377.

Obwohl Aleem enorme Nehmerqualitäten bewies und bis in die späteren Runden auf den Beinen blieb, zeichnete sich der Kampfverlauf früh ab. Spätestens ab der fünften Runde erhöhte Pacheco den Druck, variierte seine Angriffe mit Uppercuts und Körpertreffern und brachte seinen Gegner zunehmend in Schwierigkeiten.

Bereits in der siebten Runde geriet Aleem nach einem rechten Uppercut und einem linken Haken zum Körper ins Wanken, konnte den Niederschlag jedoch noch vermeiden. Im zehnten Durchgang war der US-Amerikaner erneut schwer angeschlagen, rettete sich aber über die Rundenpause.

In der elften Runde fand Pacheco schließlich den entscheidenden Moment. Nachdem Aleem zu Boden gegangen war, stand er zwar wieder auf, kassierte jedoch unmittelbar weitere unbeantwortete Treffer. Ringrichter Ray Corona griff daraufhin bei 2:32 Minuten ein und beendete den ungleichen Kampf.

Antwort auf die Kritik und Blick Richtung Munguia

Für Pacheco war der Erfolg von großer Bedeutung. Nach den wenig überzeugenden Punktsiegen über Steven Nelson, Trevor McCumby und Kevin Lele Sadjo im vergangenen Jahr war der Kalifornier zunehmend in die Kritik geraten. Gegen Sadjo musste er zudem erstmals in seiner Profikarriere zu Boden.

Als Konsequenz zog Pacheco personelle Veränderungen nach sich. Er verpflichtete Buddy McGirt als neuen Cheftrainer, kehrte in seine Heimat Los Angeles zurück, verlängerte seinen Vertrag mit Matchroom Boxing und stellte sein Umfeld neu auf. Die Änderungen scheinen sich ausgezahlt zu haben.

Direkt nach dem Kampf machte Pacheco deutlich, wen er als Nächstes im Ring sehen möchte: Der ungeschlagene Supermittelgewichtler forderte den Mexikaner Jaime Munguia zu einem hochkarätigen Duell.

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