Die amtierenden Deutschen Meister: Alice Backwell

Quelle: Alice Backwell

Die amtierende Deutsche Meisterin im Fliegengewicht: Alice Backwell

Alice Backwell kam mit 20 Jahren von Australien nach Berlin. Das klingt mehr nach der Vita einer Kreativen als einer Kämpferin. Und mit erst 9 Kämpfen ist Alice streng genommen noch eine Novizin. Doch um mit so wenig Kampferfahrung trotzdem bei Deutschen Meisterschaften anzutreten, braucht man viel Mut und Rückgrat. Das hat die 30-jährige Australierin im Überfluss. Mit charmantem Akzent und lockerer Art hat Alice Backwell Boxen1 von ihren Anfängen und ihren Plänen im Boxen erzählt.

Steckbrief Alice Backwell

Geburtsort: Melbourne, Australien

Wohnort: Berlin

Boxverein: SC Lurich 1902 eV

Gewichtsklasse: Fliegengewicht (52 kg)

Körpergröße: 1,60 m

Alter: 30 Jahre

Kampfrekord: 9 Kämpfe, 7 Siege, 2 Niederlagen

Größte Erfolge: Deutsche Meisterschaft der Elite 2022, Berliner Meisterschaft 2021

Quelle: Alice Backwell

Q&A mit Alice Backwell

Wie bist du zum Boxen gekommen?

Ich habe bis Anfang 20 bereits intensiv Leistungssport betrieben – Schwimmen und Triathlon. Danach hatte ich eine lange Sportpause, weil ich mich ausgebrannt gefühlt habe. Relativ zufällig bin ich dann vor einigen Jahren zu einem Probetraining in einem Frauenverein gegangen. Dort habe ich meine Sportbegeisterung dann wieder entdeckt. Und so bin ich dann auch zum Boxen gekommen.

Wie würdest du deinen Boxstil beschreiben?

Ich bin Steinbock und so boxe ich auch: mit den Hörnern nach oben und immer voran (lacht).

Welche boxerischen Vorbilder hast du?

Zeina Nassar – sie war Mitglied im gleichen Verein. Sie ist eine junge Boxerin mit viel Potential. Die Disziplin und die Leidenschaft von Zeina haben mich immer beeindruckt und waren mir immer eine Inspiration. Ich bin stolz, dass ich jetzt im Bundeskader gemeinsam mit ihr trainieren darf.

Was war – deiner Meinung nach – bisher der beste Kampf deiner Karriere?

Ganz klar das Finale bei der deutschen Meisterschaft 2022.

Was war – deiner Meinung nach – bisher der schlechteste Kampf deiner Karriere?

Der aller erste Kampf. Der erste Kampf war nur Stress und das Adrenalin habe ich dort noch als unangenehm wahrgenommen. Mittlerweile weiß ich, dass man das Mentale stark beeinflussen kann. Stress bringt mehr Stress, Spaß bringt mehr Spaß.

Planst du in Zukunft zu den Profis zu wechseln? Falls ja: wann?

Mit 40, wenn ich nicht mehr als Amateur boxen darf (lacht). Aber ehrlich gesagt: nein, ich plane nicht ins Profilager zu wechseln.

Welches Hobby betreibst du außerhalb des Boxens?

Ich gehe sehr gerne laufen. Ich interessiere mich auch sehr für Pflanzen und die Planung von Gärten. In dem Bereich habe ich auch eine Ausbildung. Außerdem koche ich gerne.

Wann können dich deine Fans als nächstes live sehen?

Beim Welt-Cup in Köln morgen. Das wird eine tolle Herausforderung!

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