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Deontay Wilder trainiert wie niemals zuvor.

Deontay Wilder im Trainingscamp für seinen 3. WM-Kampf gegen Tyson Fury. Foto: Ryan Hafey / Premier Boxing Champions

Wilder: „Wenn Fury reden will, lasst ihn reden. Ich will nur kämpfen!“

Shelly Finkel, Co-Manager des Schwergewichtstitel-Herausforderers Deontay Wilder, ist nicht überrascht, dass sein Boxer auf der letzten Pressekonferenz, bei der, der  bevorstehenden Trilogie-WM-Kampf mit WBC-Weltmeister Tyson Fury anzukündigt wurde, so gut wie nichts sagte.

Deontay Wilder im Trainings-Camp – Foto: Ryan Hafey / Premier Boxing Champions.

„Er wollte sich auf der Pressekonferenz nicht mit Fury einlassen“, sagte Finkel gegenüber Sports Illustrated. Er sagte: ‚Wenn Fury reden will, dann lasst ihn reden.‘ Deontay will nur kämpfen.“

Tyson Fury und Deontay Wilder werden am 24. Juli in der T-Mobile Arena in Las Vegas zum dritten Mal aufeinander treffen.

Als sie sich im Februar 2020 im MGM Grand zum zweiten Mal gegenüberstanden, dominierte Tyson Fury den Kampf und stoppte Wilder in der siebten Runde vorzeitig.

Deontay Wilder übte eine sofortige Rückkampfklausel aus, die im Kampfvertrag der Beiden festgeschrieben war. Nach einigen Verzögerungen (u.a. wegen der Corona Pandemie) behaupteten Fury und dessen Team, dass die Vertragsklausel inzwischen abgelaufen sei.

Wilders Rechtsanwälte brachten daraufhin die Sache vor ein Zivilgericht und hier entschied ein Richter, dass Tyson Fury noch vor dem Monat September 2021, seinen WBC WM-Titel gegen Wilder verteidigen muss und er vorher keinen anderen Kampf mehr austragen darf.

Deontay Wilder, der inzwischen von seinem Ex-Gegner Malik Scott, trainiert wird, bereitet sich inzwischen auf seine wohl letzte und karriereprägende Chance vor.

Laut Shelly Finkel trainiert Wilder wie nie zuvor in seiner Karriere – mit einer enormen Motivation, seinen WM-Titel wieder zurückzuerobern und die erste und einzige Niederlage seiner Profikarriere zu rächen.

„Ich sehe jemanden, der sich wirklich auf diesen Kampf konzentriert“, sagt Finkel. „Er trainiert so, wie ich es mir früher immer gewünscht hätte. Er trainiert, wie er noch nie zuvor für einen Kampf trainiert hat. Wir dachten, wir würden den Kampf schon vor Monaten bekommen. Wir mussten aber erst Schiedsgerichtsverfahren gewinnen, um den dritten Kampf auch wirklich zu bekommen. Die ganze Zeit hat Deontay nur trainiert.“

Aber es kann auch wieder so ausgehen wie hier: Im ersten Kampf der Beiden schlug Wilder Fury gleich zwei Mal schwer zu Boxen. Der Kampf endete am Schluss Unentschieden.

Tyson Fury sollte Deontay Wilder nicht unterschätzen und seinen Sieg nicht schon jetzt an seinem KO-Sieg im zweiten Kampf gegen Wilder festmachen. Fury sollte dabei auch einmal an den ersten Kampf der Beiden denken, in dem Wilder ihn zwei Mal ganz brutak zu Boden schlug.

 

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