
In den letzten Jahren lief es für den Ex-Weltmeister sportlich nicht mehr rund. Mit fast 40 Jahren arbeitet er nun an seinem Comeback auf BLK Prime.
Nichts ist für die Ewigkeit – besonders im Kampfsport bewahrheitet sich diese Floskel immer wieder. Es gab schon viele Stars, die einst gehypt wurden, nur um wenige Jahre später in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Auch bei Deontay Wilder (43-4-1) war in den letzten Jahren ein deutlicher sportlicher Rückschritt zu beobachten. Galt „The Bronze Bomber“ in der vergangenen Dekade noch als gefürchtetster Puncher der Boxszene, verblasste sein einstiger Nimbus zunehmend. Vom kraftstrotzenden, dynamischen Wilder war zuletzt kaum noch etwas zu sehen. Im Ring sowie außerhalb wirkte er teilnahmslos, versprühte wenig Charisma und machte den Eindruck, als fehle ihm der unbändige Hunger vergangener Tage.
Nach seiner chancenlosen Vorstellung gegen Zhilei Zhang (27-3-1) im Juni letzten Jahres schien ein endgültiges Karriereende für den langjährigen WBC-Ex-Weltmeister nahezuliegen. Doch immer wieder kursierten Berichte über ein mögliches Comeback – unter anderem wurde Wilder als potenzieller Kandidat für das Bridgerweight gehandelt. Nun steht fest: Im Juni wird er endgültig in den Ring zurückkehren.
Deontay Wilder kehrt am 27. Juni auf BLK Prime zurück

In den letzten Wochen und Monaten zeichnete sich Wilders Rückkehr in den Ring ab – doch gegen wen? Zahlreiche Namen kursierten, darunter die Schwergewichte Stephan Shaw (20-2), Deontae Pettigrew (14-0) und Curtis Harper (18-11) – Gegner, die keine große Begeisterung ausgelöst hätten. Auch Francis Ngannou (0-2) wurde immer wieder als mögliche Option diskutiert.
Nun herrscht Gewissheit: Deontay Wilder wird am 27. Juni in Wichita in den Ring steigen und auf den weitgehend unbekannten Tyrrell Anthony Herndon (24-5) treffen. Herndon rangiert derzeit in den Top 300 bei BoxRec und verlor gegen jeden namhafteren Gegner durch KO. Selbst als Aufbaugegner ist diese Wahl eine herbe Enttäuschung – ein Name wie Curtis Harper wäre hier zumindest die deutlich bessere Alternative gewesen.
Aufhorchen lässt zudem der Übertragungspartner: BLK Prime. Die Plattform übertrug einst exklusiv das Duell zwischen Terence Crawford und David Avanesyan im PPV. Später arbeitete sie zeitweise mit Adrien Broner zusammen, konnte sich in der Boxszene jedoch nicht nachhaltig etablieren. Mit Deontay Wilder kehrt zumindest für den Juni etwas Bewegung in das BLK-Prime-Boxgeschäft zurück.














