Deontay Wilder akzeptiert Bedingungen für Kampf mit Anthony Joshua!

joshua-wilder-undisputedGroßartige Neuigkeiten für alle Boxfans: Deontay Wilder hat den Bedingungen des Joshua-Lagers für einen Vereinigungskampf im Vereinigten Königreich zugestimmt!

Wilder und Joshua einigen sich auf zwei Kämpfe!

Auf den Spuren von Lennox Lewis - er war letzter "Undisputed Champion" / Foto: -nikkon- - Flickr
Auf den Spuren von Lennox Lewis – er war letzter „Undisputed Champion“ / Foto: -nikkon- – Flickr

Darauf hat die Boxwelt gewartet! Der aktuelle US-amerikanische WBC-Schwergewichtsweltmeister Deontay Wilder, hat dem Angebot des Joshua-Lagers zugestimmt. Beide Schwergewichtler werden nun endlich in einem Kampf aufeinandertreffen, mit dem Ziel die WM-Titel der Verbände IBF, WBA (Super), WBO, WBC und IBO zu vereinigen. Der Sieger dieses bei Boxfans weltweit herbeigesehnten Gefechts darf sich dann „Undisputed Champion“ nennen. Dies konnte sich zuletzt der britische Schwergewichtler Lennox Lewis (52), als er am 13. November 1999 im Kampf um die Titel der IBO, IBF, WBA und WBC Ring-Legende Evander Holyfield mit einem Punktsieg (116-112, 117-111, 115-113) vom Thron stieß.

Wie Wilders Co-Manager Shelly Finkel ESPN gestern mitteilte, habe man sich auf einen Deal über zwei Kämpfe geeinigt. Zunächst soll die Titelvereinigung Ende des Jahres im Vereinigten Königreich stattfinden – ein Heimspiel für Joshua. Darauf soll dann ein Rückkampf in den USA folgen. „Wir haben dem Angebot welches uns Eddie für einen Kampf im UK unterbreitet hat, zugestimmt. Deontay hat seinen Bedingungen zugestimmt.“, so Finkel. „Deontay hat am Sonntag eine E-Mail an Joshua geschickt und ich eine am Montag an Barry und Eddie Hearn, in welcher ich ihnen mitgeteilt habe, dass wir ihr Angebot für den Kampf offiziell annehmen und sie uns einen Vertrag zuschicken sollen.“, sagte Finkel weiter.

Titelvereinigung in Großbritannien – Rematch in den USA

Wilder-Manager Shelly Finkel und Weltmeister Anthony Joshua
Wilder-Manager Shelly Finkel und Weltmeister Anthony Joshua

Der Hauptstreitpunkt zwischen beiden Lagern war lange Zeit der Austragungsort des Schwergewichtskampfes. Joshua ist bekanntermaßen der Box-Star schlechthin in Großbritannien. Dies bewies er mit ausverkauften Stadien, wie Wembley (90.000 Zuschauer) und zuletzt Cardiff (78.000 Zuschauer). Das Team um Joshua bestand daher darauf, dass der Kampf in Großbritannien stattfinden soll, wenn auch der Gesamtumsatz des Kampfes in Las Vegas (dem Wunschort Wilders) größer sein könnte.

Finkel weiter: „Jetzt werden wir sehen, ob sie ihr Wort halten oder die Pflichtverteidigung mit Povetkin vorziehen. Hoffentlich bekommen wir in den nächsten Tagen eine Antwort. Sollten sie ihre Meinung ändern, besteht unser 50 Millionen US-Dollar Angebot, welches wir unterbreitet hatten, weiter. Es liegt also an ihnen was sie wollen.“

Der frühere unumstrittene WBC, WBA, IBF und IBO Schwergewichts-Weltmeister Lennox Lewis (51-2-1, 32 KO-Siege), sagte zum Sieg von Wilder über Ortitz vom letzten Samstag: "Dieser Fight und dieser Sieg von Wilder ist fast identisch mit dem Sieg von AJ über Klitschko: Erst selbst am Rande einer Niederlage und dann doch noch durch KO gewonnen. Wilder zeigte ein großes Herz und die Gelassenheit eines großen Champions. Nun muss einfach der Kampf Joshua vs Wilder kommen." Mit dieser Aussage hat Lennox Lewis absolut recht und spricht vielen Boxfans aus dem Herzen.

Finkel sagte weiter, dass er und Deontay Wilders Co-Manager Al Haymon einer Meinung sind und dass das Angebot, welches Wilder angenommen hat, aus einem Deal über zwei Kämpfe besteht, welche in Großbritannien und den USA stattfinden sollen. Als mögliches Datum des Kampfes steht zudem bereits der 15. September im Raum, jedoch seien auch die Monate Oktober und November möglich. Wie viel Geld man Wilder konkret angeboten hat, sagte Finkel gegenüber ESPN hingegen nicht. Allerdings ist bekannt, dass Hearn bereits zwei Angebote über 12,5 und 15 Millionen US-Dollar unterbreitet hatte – so viel Geld, wie Wilder bisher in keinem seiner WM-Kämpfe auch nur im Ansatz verdient hat.

Es darf jedoch davon ausgegangen werden, dass man Wilder nun mehr als 15 Millionen Dollar angeboten hat, da Finkel verriet, dass man keine prozentuale Beteiligung am Gesamtumsatz erhalten würde. „Es gibt keinen prozentualen Anteil vom Umsatz, allerdings haben sie uns eine gute Börse angeboten. Zwar nicht so gut wie sie unserer Meinung nach sein sollte, aber wir wollen den Kampf und wir nehmen das an, was sie uns angeboten haben.“, so Finkel.

Deontay Wilder verkündete bereits über die sozialen Netzwerke, dass er das Kampfangebot angenommen hat, allerdings auch weiterhin die 50-Millionen-Dollar-Offerte bestehen würde.

Der Ball ist nun bei Anthony Joshua und dessen Team. Es bleibt weiterhin spannend…

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