
In einem ausgeglichenen Duell auf der Chisora vs. Wilder Undercard setzt sich Denzel Bentley vorzeitig durch und krönt sich zum WBO-Interimsweltmeister im Mittelgewicht.
Bentley nutzt seine Chance konsequent: Offener Schlagabtausch kippt in Runde sieben
Denzel Bentley (22-3-1, 18 KOs) hat sich mit einem TKO-Sieg in der siebten Runde gegen Endry Saavedra (17-2-1, 14 KOs) den Interimstitel der WBO im Mittelgewicht gesichert. Der Kampf gestaltete sich über weite Strecken ausgeglichen. Während Bentley seine Vorteile in Technik, Timing und Präzision ausspielte, hielt Saavedra mit körperlicher Robustheit und konsequenter Arbeit zum Körper dagegen. Beide Boxer konnten in den ersten sechs Runden Akzente setzen, zudem wirkten beide zwischenzeitlich angeschlagen.
Die entscheidende Szene folgte in Runde sieben: Bentley traf Saavedra sauber und setzte sofort nach. Mit einer Serie druckvoller Treffer zwang er seinen Gegner zunehmend in die Defensive. Saavedra wirkte sichtbar angeschlagen, taumelte durch den Ring und konnte nicht mehr adäquat antworten. Der Ringrichter griff folgerichtig ein und beendete den Kampf per TKO.
Ohne diesen Durchbruch hätte das Duell durchaus kippen können, denn Saavedra blieb bis dahin gefährlich. Doch Bentley nutzte den Moment konsequent und sicherte sich verdient den vorzeitigen Sieg.
Mit diesem Erfolg hält Bentley nun den WBO-Interimsgürtel im Mittelgewicht. Regulärer Weltmeister bleibt weiterhin Janibek Alimkhanuly, dessen Situation zuletzt für Diskussionen sorgte. Während die IBF ihm den Titel aberkannt hat, zeigte sich die WBO bislang deutlich zurückhaltender im Umgang mit den Unregelmäßigkeiten rund um seine Dopingtests.
Für Bentley eröffnet sich damit nun die Perspektive auf einen möglichen WM-Kampf und der Brite hat mit diesem Auftritt eindrucksvoll unterstrichen, dass er bereit für die nächste große Chance ist.














