Da’Mazion Vanhouter gehört zu den spannendsten jungen Schwergewichtlern der USA. Auf der Undercard von Ryan Garcia gegen Conor Benn bekommt der erst 21-Jährige nun die Gelegenheit, sich einem deutlich größeren Publikum zu präsentieren.
Vanhouter trifft auf KO-Spezialist Raphael Akpejiori
Wenn Ryan Garcia am Samstag in der T-Mobile Arena in Las Vegas seinen WBC-Titel im Weltergewicht gegen Conor Benn verteidigt, will auch Da’Mazion Vanhouter für Schlagzeilen sorgen. Der ungeschlagene US-Amerikaner trifft in einem auf acht Runden angesetzten Schwergewichtskampf auf den Nigerianer Raphael Akpejiori.
Vanhouter steht bei 12-0 und neun KO-Siegen. Besonders beeindruckend ist seine aktuelle Serie: Seine vergangenen sechs Kämpfe gewann er allesamt vorzeitig, fünf davon bereits in der ersten Runde. Auch bei seinem letzten Auftritt machte der 21-Jährige aus Albany im US-Bundesstaat New York kurzen Prozess. Ringrichter Tony Weeks brach den Kampf nach lediglich 1:06 Minuten der ersten Runde ab.
Seine beiden bisherigen Auftritte unter dem Banner von Zuffa Boxing konnte der Schwergewichtler ebenfalls frühzeitig für sich entscheiden. Nun soll gegen Akpejiori der nächste Schritt folgen.
Vanhouter, der seine Karriere 2022 im Superweltergewicht startete, ist überzeugt, dass er sich von vielen Konkurrenten in der Königsklasse unterscheidet. Beim Medientag am Mittwoch zeigte sich der Nachwuchsmann entsprechend selbstbewusst.
„Ich bin anders, weil die Schwergewichtler alle eindimensional sind“, sagte Vanhouter. „Ich habe verschiedene Stile, die sie noch nicht gesehen haben. Hoffentlich kann ich das bald zeigen.“
Mit Raphael Akpejiori wartet allerdings ein körperlich beeindruckender Gegner. Der Nigerianer bringt einen Kampfrekord von 19-3 bei 18 KO-Siegen mit und ist rund 2,03 Meter groß. Seine Reichweite beträgt etwa 2,13 Meter. Damit überragt er Vanhouter um rund 13 Zentimeter und verfügt zudem über einen Reichweitenvorteil von etwa 15 Zentimetern.
Akpejioris Bilanz zeigt zugleich, dass Vanhouter gegen einen Gegner antritt, der selbst enorme Schlagkraft besitzt: 18 seiner 19 Siege gelangen dem Nigerianer vorzeitig.
Für Vanhouter ist der Kampf deshalb weit mehr als nur der nächste Schritt in seiner noch jungen Profikarriere. Auf einer Veranstaltung dieser Größenordnung möchte er beweisen, dass sein Name in die Diskussion um die vielversprechendsten Schwergewichts-Talente gehört.
Dabei verwies der 21-Jährige auch auf Moses Itauma und Richard Torrez Jr., die vor ihren ersten Niederlagen in diesem Jahr große Aufmerksamkeit erhalten hatten.
„Ich habe das Gefühl, dass dies der Kampf ist, besonders auf dieser Veranstaltung, bei dem ich Amerika und allen anderen zeigen kann, dass ich dorthin gehöre, wo sie waren und wo sie sind“, erklärte Vanhouter.
Mit einem überzeugenden Sieg gegen Akpejiori könnte Vanhouter seinem Ziel ein großes Stück näherkommen. Nach sechs KO-Erfolgen in Serie wartet in Las Vegas nun nicht nur der bislang größte Rahmen seiner Karriere, sondern auch ein Gegner, der ihm körperlich einiges abverlangt. Für den ungeschlagenen Amerikaner ist es die passende Gelegenheit, aus dem Status eines Geheimtipps herauszutreten.














