Nach seinem viel beachteten Duell-Doppel mit Chris Eubank Jr. stand Conor Benn erneut im Fokus und lieferte beim Heimspiel in London einen klaren Punktsieg gegen Regis Prograis ab.
Conor Benn bezwingt Regis Prograis klar nach Punkten
Conor Benn setzte sich im Co-Mainevent von Fury vs. Makhmudov einstimmig mit 98-92, 98-92 und 98-92 gegen den ehemaligen zweifachen Weltmeister im Superleichtgewicht Regis Prograis (30-4, 24 KOs) durch. Der Brite kontrollierte weite Strecken des Kampfes, konnte jedoch nicht durchgehend dominieren und ließ phasenweise die letzte Konsequenz vermissen.
Im Vorfeld hatte es Spekulationen über eine mögliche Verletzung von Prograis gegeben. Der US-Amerikaner versuchte diese zwar herunterzuspielen, wirkte jedoch bereits zu Beginn nicht auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit. Nach über 30 Profikämpfen in 14 Jahren schien „Rougarou“ körperlich nicht mehr in Bestform, auch wenn er die Chance selbstbewusst als „Geschenk Gottes“ bezeichnet hatte.
Von Beginn an setzte Benn auf Tempo und versuchte, den erfahrenen Rechtsausleger mit schnellen Kombinationen zu überrollen. Bereits in der ersten Runde wurde Prograis von einer sauberen Schlagverbindung hart getroffen und ins Wanken gebracht. Während Prograis immer wieder versuchte, mit seinem Jab den Rhythmus zu stören, fand Benn zunehmend besser in den Fight. Besonders in der dritten Runde traf er klar und ließ den Kopf seines Gegners mehrfach zurückschnellen.
Ein unbeabsichtigter Zusammenstoß der Köpfe führte in Runde vier zu einer Cut-Verletzung über Benns rechtem Auge. In der Folge verlor der 29-Jährige etwas den Faden und ließ Prograis mehr Aktionen zu. Dessen linke Gerade fand nun häufiger ihr Ziel, während Benn zunehmend wild agierte und defensiv anfälliger wurde.
Prograis zeigte Moral, blieb trotz klarer Treffer stehen und versuchte immer wieder, Benn in Konter zu locken. Im Infight kassierte Benn zudem einen harten linken Treffer, der sein Gesicht sichtbar zeichnete. Dennoch blieb der Brite der aktivere Mann und suchte vor allem in den mittleren Runden immer wieder den entscheidenden Schlag. Ab der achten Runde stellte Benn seine Taktik leicht um und arbeitete vermehrt zum Körper. Insgesamt landete er nahezu doppelt so viele Wirkungstreffer wie sein Gegner (94 zu 48), konnte den zähen Amerikaner jedoch nicht vorzeitig stoppen.
Die Schlussphase gestaltete sich zunehmend unruhig. Referee Mark Bates musste beide Kämpfer mehrfach ermahnen, während es immer wieder zu unsauberen Aktionen kam. Auch am Ring saß mit Chris Eubank Jr. ein aufmerksamer Beobachter – dessen eher gelangweilter Blick sprach Bände. Am Ende stand ein klarer Punktsieg für Benn, der damit einen wichtigen Erfolg verbuchen konnte. Für höhere Aufgaben wird jedoch eine Leistungssteigerung nötig sein.
Wie „The Ring“ berichtet, hat Regis Prograis nach dem Fight sein Karriereende bekanntgegeben.














