CNN-Interview: Tyson Fury über Tom Schwarz: „Nur ein weiterer Mann mit Boxhandschuhen, der versucht, seinen Job zu machen.“

Der britische Boxer Tyson Fury spricht im Interview mit Don Riddell von CNN World Sports über seinen bevorstehenden Kampf gegen den deutschen Boxer Tom Schwarz. Im Gespräch teilt der ehemalige Schwergewichtsweltmeister auch gegen Anthony Joshua aus – nach der überraschenden Niederlage gegen den „fetten Kerl“ Andy Ruiz Jr. Außerdem blickt Fury zurück auf die Schwierigkeiten mit Blick auf seine psychischen Probleme in der Vergangenheit.

Schlüsselzitate aus dem Interview mit Tyson Fury:

Ob er seinen Kampf gegen den deutschen Boxer Tom Schwarz anders als sonst angeht:

„Nicht anders. Er ist nur ein weiterer Mann mit Boxhandschuhen, der versucht, seinen Job zu machen. Der  versucht, Tyson Fury zu besiegen. 28 Männer haben es vor ihm als Profi versucht, und 28 Männer haben versagt. Ich gehe an diesen Kampf nicht anders heran als bei jedem anderen Kampf [auch]. Trainiere hart, esse gut, kämpfe gut. Wir können nur als Menschen unser Bestes geben. Es gibt nicht viel, was wir sonst tun können. Wenn wir eines Nachts auf einen besseren Mann treffen, dann alle Hochachtung und schüttel ihm die Hand.“

Über das mögliche Risiko, einen Kampf vor seinem Rückmatch mit Deontay Wilder zu bestreiten:

„Es besteht ein großes Risiko. Wie wir am vergangenen Samstag gesehen haben, kannst du nie am nächsten Gegner vorbeischauen. Deshalb muss ich mich konzentrieren und all meine Kraft in diesen Kampf stecken. Ich interessiere mich nicht für Deontay Wilder oder sonst jemanden, nur für Tom Schwarz.  Weil wir am Samstag einen Sieg hatten. Es gibt nichts anderes, was mich darüber hinaus interessiert […]. Ich habe überhaupt nicht an ihn gedacht. Ich habe ihm einmal in den Arsch getreten, an dem Ort im letzten Jahr, an dem ich jetzt in Los Angeles bin. Und ich werde es immer wieder tun, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber ich denke nicht an Deontay Wilder.“

Ob ihn Anthony Joshuas Niederlage gegen Andy Ruiz Jr.  dazu veranlasst hat, über seine eigene ungeschlagene Bilanz nachzudenken:

„Nicht wirklich. Es war absehbar, dass es früher oder später passieren würde. Ich bin nur überrascht, dass es ein anderer fetter Kerl war, der es getan hat. Es war eine „Lose/Lose“-Situation für Joshua. Denn wenn man ihn in ein paar Runden nicht ausknocken kann, dann heißt es: ‚Oh, er konnte nicht einmal einen fetten Kerl ausknocken.‘ Aber wenn das Undenkbare passiert und du gar gegen diesen fetten Kerl verlierst. Wie willst du danach wieder zurückkommen?“

Ob er glaubt, dass ein Kampf mit Josua stattfinden wird:

„Wenn er wieder verliert, wovon ich ausgehe, dann stehen die Chancen schlecht. Wenn also ein kleines fettes Kind ihn schlagen kann, dann sagen die Leute: ‚Naja, jeder kann ihn jetzt schlagen.‘“

Ob es eine fair Geste ist, Andy Ruiz Jr. als fett zu bezeichnen:

„Ich bin ein fettes Kind. Also tritt dem Club bei […]!  Ich bin gerade von 400 Pfund runtergekommen. Wenn ich nicht fett bin, weiß ich nicht, wer es ist.“

Über Athleten, die offen über ihre Schwierigkeiten mit der psychischen Gesundheit reden:

„Nach dem Comeback wollte ich derjenige sein, der das Thema psychische Gesundheit vorantreibt. Denn wenn ich davon zurückkommen kann, dann kann es jeder andere [auch]. Ich bin kein besonderer Mensch, nur ein Mensch aus Blut und Knochen. Und wenn er den Schwergewichts-Weltmeister auf die Knie zwingen kann, jemand, der 1,80 m groß ist und 270 Pfund wiegt, dann kann er jeden auf die Knie zwingen. Aber es ist nicht das, was einen in die Knie zwingt, sondern die Charakterstärke, die man zeigt, die einen wieder aufstehen lässt.“

Ob er sich Sorgen macht, wieder in eine ähnliche Situation zu geraten:

„Ich vergleiche die psychische Gesundheit mit dem berühmten Lied Hotel California von den Eagles.  Es gibt diesen einen Vers: ‚Du kannst jederzeit auschecken, aber du kannst nie gehen.‘ Und das ist die psychische Gesundheit. Du kannst jederzeit auschecken und Hilfe erhalten. Aber wenn du deine psychischen Gesundheitsprobleme nicht angehst, dann werden sie nie verschwinden. Es geht nie weg.“

Das original Tyson Fury Interview zum Kampf gegen Tom Schwarz zur Verfügung gestellt von CNN

CNN-Interview: Tyson Fury über Tom Schwarz: „Nur ein weiterer Mann mit Boxhandschuhen, der versucht, seinen Job zu machen.“
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