Christina Hammer feiert Comeback mit Ahmet Öner und Mark Taffet

Foto: Torsten Helmke

Die Boxwelt darf sich auf ein spektakuläres Comeback freuen: Christina „Lady“ Hammer will nach über drei Jahren Pause zurück in den Ring kehren.

Im Frauenbox-Hype: Christina Hammer gibt Comeback

Eigentlich hatte die ehemalige Weltmeisterin im Mittel- und Supermittelgewicht ihre Karriere bereits beendet, doch nun startet sie mit neuem Elan und starken Partnern durch – zum perfekten Zeitpunkt, wo der Frauenboxsport einen absoluten Hype erlebt. An ihrer Seite stehen der erfahrene Promoter Ahmet Öner (Arena Box Promotions) und der US-amerikanische Medien- und Managementprofi Mark Taffet (Mark Taffet Media), der unter anderem auch Claressa Shields betreut, die Hammer ihre einzige Niederlage zufügte.

Christina Hammer (28-1-1, 13 KOs) war über Jahre eine der prägendsten Persönlichkeiten im deutschen Frauenboxen. Seit dem Gewinn ihres ersten Weltmeistertitels der WBO im Jahr 2010 konnte sie mehrere Titel vereinigen und sich als Championesse in zwei Gewichtsklassen etablieren. Ihr bislang größter Fight: der Vereinigungskampf gegen Claressa Shields 2019 – damals ein Meilenstein des modernen Frauenboxens und vermutlich „Door-Opener“ für alles, was folgte.

Nach ihrem letzten Fight 2022, den sie mit einem Punktsieg gegen Luiza Davydova erfolgreich gestalten konnte, meldet sich Hammer nun endgültig zurück. Ihr Ziel: ein weiterer WM-Titel, möglicherweise sogar in mehreren Gewichtsklassen. Das Comeback wird im Mittelgewicht stattfinden, ein Aufbaukampf ist in Planung und dann soll die Weltmeisterschaft anvisiert werden.

Ahmet Öner, der die Zusammenarbeit mit Hammer gemeinsam mit Mark Taffet organisiert, zeigt sich begeistert vom Projekt. „Ich war nie der größte Fan von Frauenboxen, aber Christina ist etwas Besonderes. Sie verkörpert echte Athletik, Stärke und Eleganz. Ich sehe in ihr Frauenpower pur und sie passt genau in die neue Ära des Frauenboxens, die von Stars wie Shields, Marshall, Taylor oder Serrano geprägt wird. Diese Frauen boxen zum Teil sogar besser als Männer.“, so Öner gegenüber BOXEN1.

 

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Der weltweit bestens vernetzte Promoter verweist in diesem Zusammenhang auch auf die gesellschaftliche Entwicklung: „Die Zeiten haben sich geändert. Frauen übernehmen Verantwortung und zeigen Stärke, auch im Ring. Christina ist ein Aushängeschild dafür.“

Dass Hammer überhaupt wieder in den Ring steigt, ist auch dem Einfluss von Jake Paul und dem gestiegenen medialen Interesse am Frauenboxen zu verdanken: „Jake Paul hat mit seinen Shows und dem Netflix-Deal noch mal einen richtigen Boost gegeben“, so Öner. „Der Frauenboxsport ist heute wirtschaftlich attraktiv und medial relevant. Davon profitiert jetzt auch Christina.“

Christina Hammer und Ahmet Öner / Foto: privat

Ein genaues Datum für das Comeback steht noch nicht fest.

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3 Kommentare

  1. Kleiner Tipp: Weg von Öhner. Alles was der anfasst hat einen schlechten Beigeschmack. Immerhin hat er bis heute den Vorwurf des Fight-Fixings nicht entkräften können. Und sein sonstiges Sozialverhalten bei Pressekonferenzen ist ein blaues Auge für den Boxsport. Promoter wie er sind dafür verantwortlich, dass das Boxen in Deutschland in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. Denn die öffentliche Meinung wird halt von der Aussenwirkung der Repräsentanten des in Frage stehenden Sports geprägt. Und welche Aussenwirkung bietet ein Mann wie Öhner? Dass das Boxen ein Sport der Halbwelt ist. Und genau so wird es dann auch von der Bevölkerung wahrgenommen.

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