Cecilia Braekhus verabschiedet sich mit WM-Sieg in den Ruhestand

Eine der größten Boxerinnen aller Zeiten hat ihre Karriere mit einem letzten Triumph beendet.

„First Lady“ besiegt Ema Kozin und verabschiedet sich mit zwei WM-Titel

Die norwegische Frauen-Box-Legende Cecilia Braekhus besiegte am Samstagabend im Nova Spektrum in Lillestrom, Norwegen die Slowenin Ema Kozin einstimmig nach Punkten und sicherte sich damit die WBC- und WBO-Weltmeistertitel im Superweltergewicht.

Die Punktrichter werteten den Kampf mit 97-93, 96-94 und 98-92 alle zugunsten der 44-jährigen Braekhus, die ihre herausragende Laufbahn mit einer Bilanz von 39-2-1 (9 KOs) abschließt. Für Braekhus war es der zweite Versuch, Weltmeisterin im Superweltergewicht zu werden, nachdem sie 2023 ein Unentschieden gegen Terri Harper erzielt hatte. Im August des letzten Jahres bezwang sie in den USA Maricela Cornejo und sicherte sich den WBC-Interims-Titel. Nun gelang ihr der perfekte Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere, die sie von der „First Lady“ des Frauenboxens zur Ikone machte.

Ihre Gegnerin Ema Kozin (26) aus Ljubljana, Slowenien, musste ihren WBC- und WBO-Titel abgeben und steht nun bei 24-2-1 (12 KOs). Zuvor war sie nur von Claressa Shields geschlagen worden.

Besonders symbolträchtig: Braekhus beendete ihre Karriere dort, wo sie Geschichte geschrieben hatte: in Norwegen, dem Land, das sie 2014 mit ihrer Popularität und ihrem Einsatz von einem 33 Jahre langen Berufsboxverbot befreite.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Ring Magazine (@ringmagazine)

2016 bestritt sie die erste Profiveranstaltung in Norwegen seit über drei Jahrzehnten und besiegte Anne Sophie Mathis spektakulär in zwei Runden. Es war ein Highlight, das vielen Fans als einer ihrer größten Auftritte in Erinnerung bleibt. Die Veranstaltung am Samstag wurde von First Lady Promotions, Braekhus’ eigenem Unternehmen, organisiert – ein weiterer Beweis für ihren Einfluss weit über den Ring hinaus.

Braekhus wurde 2007 Profiboxerin und debütierte in Basel. Bis zu ihrer ersten Niederlage 2019, verteidigte sie ihren WM-Status im Weltergewicht, den sie mit dem Gewinn der WBA- und WBC-WM einleitete. Später folgten, mit Ulli Wegner in ihrer Ecke, auch noch die restlichen WM-Titel der IBF und WBO sowie der Ring Magazine-Gürtel. Den „Undisputed Status“ hielt sie von 2014 bis zu ihrer knappen Punktniederlage 2019 in den USA gegen Jessica McCaskill.

4.6/5 - (8 votes)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein