Castaño vs. Lara endet Unentschieden – Castaño bleibt WBA Champion

Brian Castaño gegen Erislandy Lara endet Unentschieden

Nach 12 Runden Boxen auf höchstem Niveau waren beide mit der Entscheidung der Punktrichter unzufrieden und erklärten, dass sie „bestohlen“ wurden

Präsentiert von DiBella Entertainment und Showtime stand in den frühen Morgenstunden (aus europäischer Sicht) der Hauptkampf des Boxabends im Barclays Center, New York auf dem Plan. Im Kampf um den regulären Weltmeistertitel im Superweltergewicht, nach Version der WBA trafen Titelhalter Brian Castaño aus Buenos Aires, Argentinien und Ex-Weltmeister Erislandy Lara aus Guantanamo, Cuba aufeinander. Für den 29-Jährigen Castaño (15-0-0, 11KOs) bedeutete diese Begegnung die Chance sich als einer der Top Player der Gewichtsklasse zu etablieren. Für Lara (25-3-2,14KOs) war es nach einer Niederlage im letzten Kampf und darauf folgend fast 1-Jähriger Pause, die Möglichkeit zu zeigen, dass seine Zeit in der Weltspitze noch nicht abgelaufen ist.

In einem Kampf über die volle Distanz von zwölf Runden, bekam das New Yorker Publikum einen von Anfang bis Ende engen Kampf zu sehen dessen Ende keine Klarheit brachte. Beide machten im Prinzip genau das, was man von Ihnen erwartete hatte. Der erfahrene, technisch versierte, Erislandy Lara versuchte seine deutlich größere Reichweite zu nutzen und seinen Gegner mit langen geraden Schlägen sowie guter Beinarbeit auf Distanz zu halten. Titelhalter Brian Castaño auf der anderen Seite, bekannt für seinen aggressiven Kampfstil, marschierte unaufhörlich nach vorne, versuchte diese Distanz zu schließen und seinen Gegner an den Seilen zu stellen. In einem ständigen hin und her hatten beide Boxer Erfolg mit ihrer Taktik. Immer wenn er den Abstand zum Gegner groß halten konnte, landete der Rechtsausleger Lara, immer wieder klare, wenn auch meist nur einzelne Hände. Blieb er aber an den Seilen oder gar in der Ringecke stehen, war der Argentinier an der Reihe und Schlug starke Kombinationen zu Körper und Kopf. Beide verstanden es einerseits ihre Stärken einzusetzen, andererseits zeigten sich aber auch die jeweiligen Schwächen. Der ehemalige Weltmeister Lara war, wie schon so oft zuvor, streckenweise einfach zu inaktiv und verschenkte einige wichtige Runden. Für den Argentinier, dem man mit Sicherheit weder Inaktivität oder mangelnde Disziplin vorwerfen kann, dürfte in dieser Gewichtsklasse jedoch immer wieder Probleme aufgrund seiner Körpergröße von 1,71 Metern bekommen.

So finden sich auf den Toppositionen der aktuellen Ranglisten im Superweltergewicht Namen wie Tony Harrison (1,85 Meter), Julian Williams (1,78 Meter), Jarrett Hurd (1,85 Meter) oder auch Jaime Munguia (1,83 Meter).

Nach dem heutigen Unentschieden und dem, trotz der Kritik, sehr hohen Unterhaltungswert des Kampfes, dürfen wir uns hoffentlich bald auf einen Rückkampf freuen.

Sollte es dann einen Sieger geben, wäre es wünschenswert zunächst das Chaos im Hause der WBA zu beseitigen in dem sich mittlerweile drei Boxer gleichzeitig Weltmeister im Superweltergewicht nennen können. Neben Super-Champion Jarret Hurd und dem weiterhin regulären Champion, Brian Castaño, hält nämlich zusätzlich der Franzose Michel Soro den Titel des sogenannten WBA Gold Champions.

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