
Callum Walsh triumphiert über Fernando Vargas Jr.
Es war ein ganz besonderer Abend für Fernando Vargas Jr.: Noch vor wenigen Jahren half er beim Bau des Allegiant Stadium als Bauarbeiter mit – nun stand er selbst im Co-Main-Event des Mega-Fights zwischen Canelo Alvarez und Terence Crawford im Ring.
Doch der Traum bekam einen herben Dämpfer. Der ungeschlagene Ire Callum Walsh, trainiert von Kult-Coach Freddie Roach, erwies sich am Samstagabend als zu stark und besiegte Vargas einstimmig nach Punkten. Nach zehn Runden werteten die Punktrichter 100-90, 99-91 und 99-91. Es war ein klares Urteil zugunsten von Walsh (15-0, 11 KOs). Für Vargas (17-1, 15 KOs), Sohn der mexikanischen Box-Legende Fernando „El Feroz“ Vargas, war es die erste Niederlage seiner Profilaufbahn.
Mit diesem Erfolg festigt der 24-jährige Walsh seinen Status als kommender Star bei „Zuffa Boxing“, dem Boxprojekt von UFC- und TKO-Boss Dana White, das künftig mit zahlreichen Veranstaltungen für frischen Wind in der Szene sorgen will.
Die Begegnung zwischen den beiden Rechtsauslegern begann ausgeglichen. Bereits in der ersten Runde ging Walsh nach einem Schlag zu Boden, der Ringrichter wertete die Szene allerdings als Ausrutscher. Ab der zweiten Runde übernahm der Ire das Kommando, bearbeitete den Körper seines Gegners und fand immer wieder Lücken mit seiner linken Führhand. Vargas konterte zwar vereinzelt mit präzisen Kombinationen, doch Walsh zeigte das höhere Arbeitspensum.
Nach fünf Runden hatte Walsh laut CompuBox bereits 339 Schläge abgefeuert (74 Treffer), während Vargas lediglich 180 Schläge (64 Treffer) ins Ziel brachte. Spätestens ab der achten Runde drehte Walsh das Tempo nochmals auf und schlug jeweils über 100 Schläge pro Durchgang.
Vargas, der erstmals in seiner Karriere über die siebte Runde hinaus musste, wirkte zunehmend müde. Seine besten Momente lagen in den mittleren Runden, doch in der Schlussphase setzte Walsh mit einem krachenden linken Haken im zehnten Durchgang das Ausrufezeichen.














