Wallin, Nimani und Gassiev alle mit vorzeitigen Erfolgen in Halle/Westfalen
Alle Vorkämpfe des Kampfabends im GERRY WEBER Stadion im Überblick:
Schwergewicht: Denis Boytsov (RUS – 34-1-0) besiegte Timur Musafarov (GER – 6-2-0) nach Punkten (95:94, 97:93, 98:91)
Denis Boytsov is back! Der Russe stand zum ersten Mal seit seiner Niederlage im WBO-Eliminator gegen Alex Leapai im November 2013 und einer darauffolgenden Knie-OP wieder im Ring. Das Ziel im Vorfeld des Kampfes gegen Timur Musafarov war klar: Der Weg zurück an die Weltspitze sollte beginnen.

Und auf der anderen Seite Boytsov, der mit seinem Jab versuchte, die Kontrolle über den Fight zu gewinnen. Das gelang auch, in der Mitte des Fights schien das Kämpferherz des gebürtigen Usbeken mit einem Cut auf der Nase und einem angeschwollenem Auge gebrochen zu sein.
Doch Musafarov, der in der siebten Runde wegen Kopfstoßes einen Punktabzug kassierte, gab sich nicht auf und marschierte fast wie im Blutrausch nach vorne. Boytsov wirkte ein wenig überrascht von der zweiten Luft seines Kontrahenten, konnte in der Schlussphase mit offenem Visier bei beiden Boxern aber ebenfalls gute Treffer landen.
Die Judges mussten her – und einigten sich einstimmig und verdientermaßen auf einen Sieg von Boytsov, der sich im Anschluss zufrieden zeigte: „Es war schwer, aber jetzt ist mein Kopf frei. Nach meinem letzten Kampf habe ich mich lange vorbereitet. Das hat sich ausgezahlt. Ich glaube, nach ein bis zwei Kämpfen bin ich bereit für Größeres.“
Schwergewicht: Otto Wallin (SWE – 7-0-0) besiegte Maksym Pedyura (UKR – 14-7-1) via TKO (4. Runde)

Der Ukrainer versuchte es zwar in den ersten beiden Runden immer wieder mit wilden Schwingern. Doch Wallin schaffte es, mit seinem Jab genügend Distanz zwischen sich und seinem Kontrahenten zu bringen.
Das Ende war folgerichtig. Nach einer schönen Kombination – erst zum Körper, dann zum Kopf – musste Pedyura in der vierten Runde zu Boden, beim 8-Count beendete der Ringrichter das Geschehen. Damit wahrte Wallin, der vom zweifachen Weltmeister Joey Gamache trainiert wird, auch in seinem ersten Kampf über sechs Runden seine weiße Weste.
Cruisergewicht: Murat Gassiev (RUS – 18-0-0) besiegte Leon Harth (GER – 9-1-0) via TKO (4. Runde)

Nach gutem Beginn mit einigen erfolgreichen Jabs kassierte Harth in der vierten Runde eine Linke durch die Deckung, kurze Zeit später schickte ihn eine Rechte dann zu Boden. Zwar zeigte der 26-Jährige Moral und kam noch einmal auf die Beine. Doch Gassiev, der im Vorfeld der Veranstaltung als Sparringspartner von Marco Huck aktiv war, ließ nicht locker und nahm Harth gerade mit seinem Leberhaken die Luft zum Atmen.
So kam es, wie es kommen musste. Nach einem weiteren Niederschlag brach der Ringrichter Norbert Dürnberger den Fight ab – die erste Niederlage in Harths Profi-Karriere war perfekt. Der Russe wurde dagegen seinem Ruf als große Zukunftshoffnung gerecht.
Halbmittelgewicht: Besar Nimani (GER – 18-0-0) besiegte Ferenc Albert (HUN – 6-3-0) via TKO (5. Runde)

Der Ungar konnte sich nämlich kaum gegen Nimanis Schlaghagel wehren. Zwar gab es auch beim guten Freund von Marco Huck die eine oder andere Lücke in der Deckung. Doch das ging fast unter, da sich Albert eigentlich nur in der Defensive befand.
In der fünften Runde schaltete Nimani sogar noch einmal einen Gang höher und benutzte seinen Gegner quasi als Punching Ball, bevor der Ringrichter schließlich einschritt. Somit gelang Nimani der 15. vorzeitige Erfolg seiner Karriere.
Cruisergewicht: Marko Nikolic (SER – 3-0-0) besiegte Peter Hegyes (HUN – 8-11-0) nach Punkten (einstimmig)

Was offensichtlich war: Nikolic besitzt durchaus Dampf in den Fäusten, das musste auch Hegyes feststellen, als er in der zweiten Runde nach einer harten Rechten den Boden küsste. Allerdings mangelt es dem 25-Jährigen noch an der Präzision.
Auch deswegen verpasste Nikolic, der dem Ungarn in allen Belangen überlegen war, den K.o., an seinem eindeutigen Punktsieg gab es jedoch keine Zweifel.
Quelle: Sauerland Event















