Boxen in Monte Carlo – das Wiegen zu den Kämpfen von Lebedev & co.

Denis Lebedev (links) vor seinem Kampf gegen Mike Wilson aus den USA.

Es ist wieder soweit – Eddie Hearn lädt zu seiner alljährlichen Veranstaltung ins Fürstentum Monaco. Unter dem Motto „Boxing Bonanza“ werden am Samstag im edlen Casino de Monte Carlo Salle Medecin u.a. Denis Lebedev, Khalid Yafai und Amerikas Schwergewichtshoffnung Michael Hunter den Ring betreten. 

Letzter Anlauf für Lebedev?

Das wohl bekannteste Gesicht in Monte Carlo (neben Michael Buffer) wird das von Denis Lebedev sein. Der 39-jährige Russe war im Cruisergewicht einer der entscheidenen Figuren des letzten Jahrzehnts. Nach seiner harten Schlacht gegen Landsmann Murat Gassiev 2016, bei der er knapp verlor, wurde es ein wenig still um ihn. Nach standesmäßigen, aber wenig spektakulären Erfolgen über Mark Flanagan und Hizni Altunkaya will er jetzt nochmal einen Angriff auf die Spitze wagen. 

Dafür muss Lebedev erstmal am ungeschlagene US-Amerikaner Mike Wilson vorbei. Dieser boxte bis dato noch nie auf diesem Niveau und geht als klarer Underdog ins Rennen, allerdings ist Lebedevs aktuelles Leistungsvermögen nicht so klar ersichtlich. Auf der Waage präsentierten sich die Boxer in ordentlicher Form und blieben unterm Limit von 90,718 kg.

Yafai muss blank ziehen!

Für WBA-Champion Khalid Yafai (links) ist dies Titelverteidigung Nr. 4.

Für den einzigen WM-Kampf des Abends geht es einige Gewichtsklassen nach unten. Der Brite Khalid Yafai aus Birmingham verteidigt dabei seinen WBA-WM-Titel im Super-Fliegengewicht gegen Israel Gonzalez aus Mexiko. Für Yafai ein vermeintlicher Übergangskampf, gibt es doch immer wieder Gerüchte bezüglich eines Aufeinandertreffen mit Roman „Chocolatito“ Gonzalez. Ob der Weltmeister jedoch überhaupt noch allzu lange im Super-Fliegengewicht wird boxen können, das ist ungewiss. So könnte Yafai nämlich erst im zweiten Anlauf und splitterfasernackt das Gewicht (Limit: 52,163 kg) bringen. Gonzalez hingegen war schon beim ersten Versuch erfolgreich.

Fast 30 Kilo Unterschied zwischen Hunter und Ustinov!

Michael Hunter (rechts) könnte mit einem Sieg am Samstag einer der Aufsteiger des Jahres im Schwergewicht werden.

Ein Bild für Götter bot sich den Zusehern des offiziellen Wiegens am Mittag. Ganze 14 cm Körperlänge und beinahe 30 Kilogramm trennen den US-Amerikaner Michael Hunter (1,88 m, 97,0 kg) und den Weißrussen Alexander Ustinov (2,02 m, 126,65 kg). Eigentlich war für den hünenhaften Ustinov der physisch nicht minder beeindruckende Chinese Zhang Zhilei als Kontrahent vorgesehen. Dieser musste jedoch aufgrund von Visa-Problemen absagen. Mit Hunter springt nun ein Boxer ein, der erst letzten Monat einen großen Erfolg feiern konnte, als er den bis dato ungeschlagenen Martin Bakole überraschend KO schlug. 

Buglioni trifft auf ehemaligen Top-Amateur Meng

Der Chinese Fanlong Meng (rechts) könnte mit einem Sieg der Durchbruch gelingen.

Einem anderen Chinesen ist die Einreise in das Fürstentum jedoch gelungen. Fanlong Meng vertrat sein Land einst bei den Olympischen Spielen von London und ist als Profi in 13 Kämpfen ungeschlagen. Ihm gegenüber wird der erfahrene Brite Frank Buglioni stehen, der nach seiner schmerzhaften Niederlage gegen Callum Johnson den ersten wirklichen Härtetest zu bestreiten hat. Vor dem Kampf um den IBF Inter-Continental Title im Halbschwergewicht blieben beide unter dem Gewichtslimit von 79,378 kg. 

Stand jetzt wird kein Deutscher Sender die Veranstaltung übertragen. Sollte sich dies ändern, werden wir euch auf dem Laufenden halten.

Video vom offiziellen Wiegen:

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