Boxen hilft: Mario Daser spendet für junge Patienten

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Freuen sich über engagierte Nachahmer – Dr. Sabine Ott und Mario Daser mit Ringarzt Dr. Tim Kuchenbuch (links) und Malte Müller-Michaelis (rechts) vom WBC.

Kinder- und Jugendpsychiatrie des Asklepios Klinikums Harburg freut sich über Engagement des Profiboxers

 „Big champions support little champions“ – so lautet das Motto von World Boxing Cares. Die Initiative des weltgrößten Box-Verbandes, World Boxing Council, unterstützt weltweit Einrichtungen, die sich um kranke Kinder und Jugendliche kümmern. Dieses Jahr konnte sich die Abteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie schon vor Weihnachten über eine Überraschung der besonderen Art freuen: 5.000 Euro hat Boxer Mario Daser im Rahmen der Initiative für zusätzliche Angebote im Therapiebereich gespendet.

„Die Überraschung ist wirklich gelungen: Dass sich ein junger Profisportler bei uns sozial engagiert, das war für uns eine ganz neue Erfahrung. Für unsere Patienten und für unser Team ist das ein tolles Zeichen. Wir freuen uns sehr, dass Mario Daser an einer langfristigen Partnerschaft interessiert ist“, zeigt sich Dr. Sabine Ott, Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, dankbar. Der Ringarzt Dr. Tim Kuchenbuch hatte den Kontakt zwischen Daser und Dr. Ott hergestellt, dann ging es schnell: Der Neu-Hamburger Daser besuchte die Chefärztin in Harburg, ließ sich das Behandlungskonzept erklären und war von der Arbeit des Teams begeistert. Daser hat nach eigener Aussage „viel Mist gebaut“ und von der Hilfe anderer profitiert – jetzt möchte er etwas zurückgeben.

Gutes Team: Die Chefärztin und der Profiboxer

„Boxen ist ein Einzelsport mit einem immens großen Teamspirit: Daraus ist etwa die Initiative ‚World Boxing Cares‘ entstanden. In der Abteilung von Dr. Ott sind Kinder und Jugendliche aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen, die gemeinsam lernen, mit ihren Problemen umzugehen. Das hat mich beeindruckt“, so der 27jährige. Neben der Geldspende kann er sich vorstellen, gemeinsame Boxtrainings mit den Kindern durchzuführen. „Beim Boxen lernt man, seinen Druck zu kontrollieren. Denn nur wer diszipliniert ist, wird beim Boxen erfolgreich sein“, erläutert Daser. Ein Boxtraining unter professioneller Anleitung kann den therapeutischen Prozess unterstützen, durch Stärkung des Selbstwertgefühls und die Förderung sozialer Kompetenzen. Doch dabei soll es nicht bleiben: Daser und Dr. Ott sind im Gespräch, wie sie die Partnerschaft zukünftig gewinnbringend für die jungen Patienten ausbauen können.