BOX-OUT-Kampfabend auf der Veddel mit 14 Kämpfen

Ali-Gegner Jürgen Blin begeistert

Ein Bericht von Wolfgang Weggen

Das ist doch ein guter Gastgeber…

Beim BOX-OUT-Kampftag auf der Veddel (14 Kämpfe), dem ersten überhaupt in diesem Hamburger Stadtteil, schickte der Gastgeber 10 Boxer/innen in den Ring, aber nur dreimal verließen Schützlinge von Mahir Oral und Horst Berlin den Ring als Sieger. Sie ließen den Gastboxern den Vortritt. Das nennt man wohl Gastfreundschaft!

Aber Spaß beiseite. Der Kampfabend in der Aula der Stadtteilschule Slomanstieg war in jedem Falle ein Erfolg für den Ausrichter. Rund 300 begeisterte Zuschauer, unter ihnen Ex-Europameister und Ali-Gegner Jürgen Blin, waren begeistert von den Leistungen der Aktiven, von denen die meisten erst am Beginn ihrer Karriere stehen.

Leyla Horn ist da schon ein Stück weiter. Die frühere Deutsche Jugendmeisterin, sie ist auf der Veddel zuhause, hatte bei ihrem „Heimspiel“ mit Volzhina Linbov (Nordschmiede) aber viel Mühe, einen knappen Punktsieg einzufahren. Angefeuert von ihren meist jugendlichen Fans ließ Leyla ihre boxerische Klasse doch etwas vermissen, setzte vielmehr ausschließlich auf Vorwärtsgang und Dauerbeschuss. Allerdings gingen zu zu viele Schläge daneben, so dass es am Ende noch sehr eng wurde.

Zwei Anfängerinnen machten es da besser. Die Jugendlichen Natalie Gnesner (Hittfeld/3. Kampf) und Ayse Yandin (BOX-OUT/Debut) zeigten sehr gute Ansätze, variierten geschickt ihre Schläge, vergaßen auch die Führhand nicht – eine insgesamt ansprechende Vorstellung, die die größere Hittfelderin knapp nach Punkten für sich entscheiden konnte.

Bei den Männern (Elite) ging es dann richtig zur Sache. Bartoz Kramek (BSV 19) setzte sich in einem flotten Gefecht knapp gegen Jonas Christiansen (FC St. Pauli) durch. Sebastiano Lo Zito (Nordschmiede) hatte das glücklichere Ende für sich, weil Gegner Maciej Pieloch (BOX-OUT) nach einem unbeabsichtigten Kopfstoß der beiden wegen einer stark blutenden Verletzung vom Ringarzt gestoppt wurde.

Begeistert von den 28 Boxer/innen war auch Schauspieler Torsten Hammann, der es sich nicht nehmen ließ, zwei junge Fighter mit Pokal und Medaille für ihre Leistung zu ehren. Hammann hat selbst Erfahrungen im Ring gesammelt – zur Vorbereitung seiner Hauptrolle als Boxer im Theaterstück „Ritze“, das im vergangenen Jahr im St. Pauli-Theater auf der Reeperbahn aufgeführt wurde. Hammann war von dem Kampfabend so angetan, dass er demnächst zusammen BOX-OUT-Geschäftsführer Christian Görisch im Gym in der Frankenstraße ein paar lockere Sparringsrunden drehen will…

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