Bizarrer Blitz-KO für Luis „King Kong“ Ortiz

Foto: Sean Michael Ham/TGB Promotions

Im Microsoft Theater in Los Angeles kehrte der zweimalige WM-Herausforderer Luis Ortiz in den Ring zurück. Lange musste sich der Kubaner dort jedoch nicht aufhalten. 

Kaum ging es los, war es auch schon wieder vorbei

In gut zwei Wochen jährt sich Luis Ortiz‘ (32-2-0, 27 KOs) Rückkampf gegen den damaligen WBC-Weltmeister Deontay Wilder zum ersten Mal. Damals noch vor tausenden Zuschauern im MGM Grand von Las Vegas boxend, war der kubanische Schwergewichtler über eine Kampfhälfte der überlegene Mann, ehe er sich eine brutale rechte Hand einfing und seine WM-Träume begraben musste. Nun stieg der mittlerweile 41-jährige Rechtsausleger wieder ins Seilgeviert und sah sich in Los Angeles dem wenig prominenten US-Amerikaner Alexander Flores (18-3-1, 16 KOs) gegenüber. Was folgte, war vor allem eins: Zeitverschwendung. 

Foto: Sean Michael Ham/TGB Promotions

Flores, der zuvor schon gegen die Ex-Weltmeister Charles Martin und Joseph Parker unter die Räder gekommen war, wurde von der ersten Sekunde in die Defensive gedrängt. Ortiz kam deutlich aggressiver in den Kampf als gewohnt und konnte Flores sofort beeindrucken. Er trieb seinen zehn Jahre jüngeren Gegner an die Seile und brachte einen rechten Körperhaken ins Ziel. Flores ging zu Boden und ließ sich auszählen – nach lediglich 45 Sekunden war Feierabend! Wie sich in der Wiederholung allerdings offenbarte, war es nicht der Treffer zum Körper, der den Schaden verursachte, sondern Ortiz’ Bizeps, der bei dieser Aktion das Auge von Flores empfindlich getroffen hatte. 

Dem Sieger dürfte dies jedoch egal sein, denn viel länger hätte Flores wohl ohnehin nicht durchgehalten. Um sich für einen weiteren großen Kampf in Stellung zu bringen, sollte sich Ortiz härteren Herausforderungen annehmen. 

„Cuban Flash“ weiter auf dem Vormarsch 

Zuvor war bei der von US-Sender Fox übertragenen Veranstaltung noch ein weiterer Schwergewichtler aus Kuba zu bestaunen. Frank Sanchez (16-0-0, 12 KOs) der mit 28 Jahren noch deutlich mehr Zeit hat als Landsmann Ortiz, traf auf Brian Howard (15-4-0, 12 KOs) aus den USA. Letzterer konnte im letzten Jahr einen Überraschungserfolg über Carlos Negron erzielen, war in diesem Duell aber chancenlos. Sanchez dominierte die Ringmitte und setzte Howard gehörig unter Druck. Dabei agierte der Schützling von Canelo-Trainer Eddy Reynoso zum Teil etwas überhastet und fiel zu oft in den Gegner hinein. 

Foto: Sean Michael Ham/TGB Promotions

In der dritten Runde kam dann aber der Durchbruch. In einer dieser unübersichtlichen Situationen erwischte Sanchez den US-Amerikaner Howard mit einem soliden Auswärtshaken sowie einer anschließenden Links-Rechts-Kombination, die ihm den ersten Niederschlag einbrachte. Die Ringglocke rettete Howard, doch schon im nächsten Durchgang machte der 39-Jährige zwei weitere Male Bekanntschaft mit dem Ringboden. Der Ringrichter ging kurz danach dazwischen und beendete das einseitige Gefecht. 

Video-Highlights:

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