
Nach dem umstrittenen Sieg von Oleksandr Usyk über Rico Verhoeven scheint die sportliche Richtung im Schwergewicht zunächst vorgegeben: Agit Kabayel soll die nächste Titelchance erhalten. Doch ein Rückkampf gegen Verhoeven ist wirtschaftlich offenbar ebenfalls ein ernsthaftes Thema.
Turki Alalshikh nennt Agit Kabayel als nächsten Gegner für Oleksandr Usyk – Verhoeven-Rematch bleibt Option
Direkt nach der Veranstaltung in Ägypten meldete sich Turki Alalshikh mit einer klaren Tendenz zur Zukunft des Schwergewichts-Champions zu Wort. Demnach soll Agit Kabayel als nächster Gegner für Oleksandr Usyk vorgesehen sein.
Der deutsche Schwergewichtler ist als nächster Pflichtherausforderer des WBC in Position. Usyk hatte den WBC-Gürtel bei seinem kontrovers diskutierten Sieg gegen Rico Verhoeven erfolgreich verteidigt. Im Rotationssystem der großen Weltverbände steht nun die WBC mit ihrer Mandatory an erster Stelle, noch vor IBF und WBA.

Kabayel, der weiterhin ungeschlagen ist und inzwischen als ernsthafter Faktor in der Weltspitze gilt, wartet bereits seit geraumer Zeit auf seine große Titelchance. Bereits vor dem Kampf gegen Verhoeven war aus dem Umfeld zu hören, dass der Sieger als Nächstes gegen den 32-Jährigen aus Deutschland antreten könnte.
Nach dem Fight von Usyk vs. Verhoeven sagte Kabayel im Ring: „Ich habe lange auf diesen Kampf gewartet. Ich bin bereit und glaube, Deutschland ist bereit für diesen Kampf. Viele Ukrainer leben in Deutschland. Lass uns in ein Stadion gehen. Ich denke, das wollen alle Fans.“
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Rückkampf gegen Verhoeven könnte finanziell zu groß sein, um ihn liegenzulassen
Ganz so eindeutig scheint die Situation allerdings nicht zu sein. Denn Rico Verhoeven hat mit seinem starken Auftritt gegen Usyk den Markt für einen direkten Rückkampf massiv aufgewertet.
Der Kickbox-Superstar machte es dem Ukrainer deutlich schwerer als erwartet und verlor erst durch einen späten Abbruch in einem Kampf, dessen Ende kontrovers diskutiert wird. Genau dieses Szenario macht ein Rematch aus Veranstaltersicht hochattraktiv.

Ein zweiter Kampf dürfte deutlich mehr Aufmerksamkeit generieren als das erste Aufeinandertreffen, das bereits ein Großevent war. Die wirtschaftliche Versuchung könnte entsprechend groß sein, solange das Momentum noch vorhanden ist. Ein entscheidender Faktor bleibt Oleksandr Usyk selbst. Turki Alalshikh stellte klar, dass die finale Entscheidung beim Champion liege.
Dabei lohnt ein Blick in die Vergangenheit: Usyk hat bereits mehrfach Weltmeistertitel niedergelegt, statt verpflichtende Titelverteidigungen gegen Pflichtherausforderer anzutreten, wenn lukrativere Kämpfe im Raum standen. Nach seinen Regentschaften als Undisputed-Champion im Schwergewicht war das bereits Thema.
Sollte ein finanziell deutlich größerer Rückkampf gegen Verhoeven auf dem Tisch liegen, ist daher keineswegs garantiert, dass Kabayel tatsächlich als Nächstes zum Zug kommt. Sportlich wäre Agit Kabayel der logische nächste Gegner. Geschäftlich könnte Rico Verhoeven aber die deutlich reizvollere Option sein.
Es bleibt dem „Leberking“ zu wünschen, dass er seine (lukrative) Chance auf einen Kampf gegen Oleksandr Usyk erhält und nicht am grünen Tisch Weltmeister wird.















ich fordere schon seit langen einen kampf zwischen daniel dubois vs kabayel oder moses itauma vs kabayel … fleischer gegen fleischer … usyk muss könner boxen; sonst wäre das perlen vor die säue und er wird ja nicht jünger … der hängende sandsack kabayel braucht sandsack-prügler wie itauma … aber anscheinend bin ich hier der einzige der etwas von boxen versteht 🤣
Warum sollte Kabayel als WBC-Interims-Weltmeister gegen Itauma kämpfen der keinen Titel hält? Gegen Dubios ginge es natürlich um den WBO-Titel, aber erstmal kommt der Kampf gegen Usyk oder der gibt den Titel ab!
weil das ganze ein schwachsinniger zirkus ist, zwischenzeitlich hatte Oleksandr Usyk 4 Hauptgürtel (WBA, WBC, IBF, WBO) sowie den weniger bedeutenden IBO-Titel., also quasi 5 Gürtel, schön für die Kasse der Verbände,
Boxfans wollen was anderes
deswegen gibt auch nur eine olympiade und eine Weltmeisterschaft bei den Amateuren