
Der mexikanische Supermittelgewichtler Jaime Munguia muss mit einer Strafe rechnen, nachdem auch seine B-Probe positiv getestet wurde.
Jaime Munguia droht Strafe nach positivem B-Probe-Befund – Bruno Surace fordert Konsequenzen
Auch die B-Probe des mexikanischen Supermittelgewichts Jaime Munguia (45-2, 35 KOs) weist Rückstände von synthetischem Testosteron auf. Das British Boxing Board of Control (BBBofC) könnte nun Munguias Punktsieg gegen Bruno Surace vom Mai 2024 in ein No Contest umwandeln und weitere Sanktionen verhängen. Eine offizielle Stellungnahme des BBBofC steht noch aus.
Zuvor hatte bereits die A-Probe Spuren von exogenem Testosteron und seinen Metaboliten (also künstlich hergestelltem Testosteron) nachgewiesen. Munguia hatte 10 Tage Zeit, die Öffnung der B-Probe zu beantragen, was er auch tat. Das Ergebnis bestätigt nun den ersten Befund.

„Für solches Verhalten darf es im Boxsport keinen Platz geben. Ich will zeigen, dass mein KO-Sieg gegen Munguia kein Zufall war und ich würde gern gegen den Sieger aus Berlanga vs. Sheeraz im Juli antreten.“
Von der Revanche zum Rückschlag
Munguia hatte sich mit Startrainer Eddy Reynoso auf das Rückmatch gegen Surace vorbereitet, das im Rahmen des Canelo-Scull-Events im Mai stattfand. Er gewann per einstimmiger Entscheidung und machte seine KO-Niederlage wett. Im ersten Duell im Dezember 2023 hatte Surace in einem Sensationserfolg, der das „Upset of the Year“ war, Munguia in der sechsten Runde ausgeknockt und das ausgerechnet in dessen Heimatstadt Tijuana. Doch nun steht Munguias Revanche-Sieg auf der Kippe.
Team Munguia veröffentlichte am Dienstag ein Statement: „Dieses Ergebnis ändert nichts an unserer Haltung: Jaime hat keinerlei verbotene Substanz wissentlich oder absichtlich eingenommen. Wir glauben weiterhin, dass es sich um eine Verunreinigung handelt und unternehmen alle möglichen Schritte, um die Ursache zu ermitteln.“
Munguia selbst äußerte sich ebenfalls in einem schriftlichen Statement: „Ich habe meine ganze Karriere und mein Leben dem sauberen Sport gewidmet und das ist keine Ausnahme. Ich liebe das Boxen. Ich will diese Sache schnellstmöglich klären, denn Boxen ist mein Leben. Ich kann es kaum erwarten, wieder in den Ring zurückzukehren.
Wir werden beweisen, dass wir den Sport, unsere Gegner und die Fans niemals missachtet oder getäuscht haben.“
Wie es für Munguia weitergeht, liegt nun in den Händen der BBBofC. Sollte der Sieg gestrichen werden, wäre es ein weiterer Rückschlag in einem ohnehin schwierigen Jahr 2024 für den Mexikaner nach zwei Niederlagen gegen Surace und Canelo Alvarez.














