Artur Mann beendet Karriere – Drei neue WBF-Champions in Bad Hersfeld gekrönt

Vor ausverkaufter Kulisse in der Schilde-Halle von Bad Hersfeld erlebte die Box-Szene am Samstag, 7. Februar, einen denkwürdigen Abend. Bei der zweiten Auflage des Events „I HEF A DREAM“ sicherten sich gleich drei Boxer Titel der World Boxing Federation (WBF) und sorgten für packende Momente im Ring.

Artur Mann macht perfekten Abschied

Der emotionale Höhepunkt des Abends war ohne Zweifel der Auftritt von Artur „Thunderman“ Mann. Der 35-jährige Lokalmatador aus Bad Hersfeld, der sein Karriereende bereits vorab angekündigt hatte, trat im Bridgergewicht gegen den Kolumbianer Gregory Garcia an.

Mann, der bereits 2024 den WBF-Cruisergewichtstitel gewonnen hatte, schrieb Geschichte: Mit einer (zu) dominanten Vorstellung beendete er das Duell in der ersten Runde durch KO und sicherte sich so den vakanten WBF-Weltmeistertitel im Bridgergewicht – seinen zweiten WM-Titel überhaupt. Nach nur knapp zweieinhalb Minuten war der Kampf vorbei und die Halle in Ekstase, wenngleich es sportlich für den erfahrenen Mann keine Herausforderung war.

Vor heimischem Publikum setzte Mann damit den perfekten Schlusspunkt seiner Profikarriere. Sichtlich bewegt bedankte er sich bei den Fans, der Familie und seinem Team und beendete seine Laufbahn als WBF-Weltmeister.

Temirov setzt sich im Mittelgewicht durch

In einem weiteren Hauptkampf des Abends krönte sich das kasachische Top-Talent Viktor „The Butcher“ Temirov zum neuen WBF-Weltmeister im Mittelgewicht. Temirov, der seine Profibilanz damit auf 10-0 (bei 7 KOs) verbesserte, setzte sich gegen den deutschen Herausforderer Dominik Arnold durch. Arnold, der sich in der Region eine große Fangemeinde aufgebaut hat, zeigte Kampfgeist und hielt lange gut mit. Doch Temirov erhöhte im Verlauf des Duells den Druck, dominierte die Begegnung mehr und mehr und zwang den Ringrichter in der fünften Runde zum Abbruch.

Arnold, der nun bei 5-1 steht, konnte zwar Akzente setzen, musste aber anerkennen, dass Temirovs Erfahrung und Schlagkraft an diesem Abend den Ausschlag gaben. Trotz der Niederlage zeigte der junge Fuldaer reichlich Herz und erhielt reichlich Applaus aus dem Publikum.

Duskun erobert Intercontinental-Titel

Im Co-Main Event des Abends lieferte Yusuf Duskun eine beeindruckende Vorstellung. Der ungeschlagene Deutsche im Super-Weltergewicht dominierte seinen ebenfalls noch ungeschlagenen Kontrahenten Jhon Brazon.

In der zweiten Runde schickte Duskun Brazon zweimal auf die Bretter und beendete den Kampf mit einem harten Körpertreffer, der den Venezolaner für fast zwei Minuten auf dem Canvas liegen ließ. Damit sicherte sich Duskun den vakanten WBF-Intercontinental-Titel im Super-Weltergewicht und verbesserte seine Bilanz auf 14-0 (11 KO). Brazon fiel auf 6-1 (4 KO) zurück.

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