
Für Artur Mann endet der Auswärtskampf im Schwergewicht mit einer vorzeitigen Niederlage.
Seit vielen Jahren gehört Artur Mann (23-6) zu den renommiertesten Boxern Deutschlands. So kämpfte er beispielsweise im Oktober 2021 um die IBF-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht und absolvierte im Anschluss weitere große Kämpfe im Ausland. Nun bekam er am Freitag eine weitere komplizierte sportliche Auswärtsaufgabe. Er boxte auf einer IBA-Pro-Veranstaltung gegen den Michael-Hunter-Bezwinger Artem Suslenkov (14-0) um den WBA-Continental-Titel im Schwergewicht.
Guter Beginn – zügiges Ende
Der Kampf fand im russischen Serpuchow statt, und der ungeschlagene Suslenkov ging als Favorit in das Duell. Mann, der mit über 105 kg einwog, zeigte sich von Beginn an beweglich und suchte seine Kontermöglichkeiten. Diese fand er auch, da Suslenkov durchgehend Druck erzeugte und in seinen Aktionen durchaus verwundbar wirkte. Die erste Runde verlief durchaus gut für Mann, und erste Blessuren zeichneten sich im Gesicht von Suslenkov ab.
Auch der Start in die zweite Runde war vielversprechend. Mann landete immer wieder wuchtige Konterhaken. Suslenkov drehte jedoch im weiteren Verlauf auf und gestaltete die Runde ausgeglichen. In der dritten Runde musste Mann dann erstmals zu Boden und erholte sich davon nicht mehr. Es folgten schwere Körpertreffer und insgesamt drei Niederschläge, wodurch der Kampf recht plötzlich in der dritten Runde beendet erschien.
Für Mann war es eine weitere bittere Auswärtsniederlage. Eigentlich hatte er nach seinem Sieg im Februar in Bad Hersfeld angekündigt, seine Karriere zu beenden, entschied sich dann jedoch noch um für diesen Kampf in Serpuchow. Ob und wie es für ihn sportlich weitergeht, bleibt äußerst fraglich.
Für Suslenkov war es hingegen ein weiterer überzeugender Sieg, mit dem er sich weiter in Richtung erweiterte Weltspitze vorarbeitet.















Für die Weltspitze wird das für Suslenkov nichts. Auch wenn der Kampf nur 3 Runden ging, war Suslenkov für Treffer zu anfällig.