Anthony Joshua: „Ich muss vorsichtig sein und mich vor den Kombinationen und dem Handspeed von Ruiz in acht nehmen.“

Anthony Joshua: „Ich habe eine Menge Filmmaterial mit Ruiz-Kämpfen studiert!“

Anthony Joshua, der am nächsten Samstag dem 1. Juni im New Yorker Madison Square Garden sein USA-Debüt gibt, hat inzwischen eine Menge Filmmaterial mit Ruiz-Kämpfen studiert. Und er ist sehr beeindruckt von Ruiz´ Handgeschwindigkeit und seinen perfekten Kombinationen.

Andy Ruiz jr trifft am 1. Juni im Madison Square Garden in New York auf den Engländer Anthony Joshua.

„Wenn man sich einige seiner Kämpfe anschaut, dann sind hier viele seiner KOs auf klassische Kombinationsschläge zurückzuführen. Und ich glaube, dass diese Schläge richtig weh tun. Und Andy Ruiz Jr. hat einen immensen Handspeed in beiden Händen“, sagte Joshua zu Sky Sports.

„Also muss ich sicherstellen, dass ich an meiner Reaktion arbeite, dass ich nicht unvorsichtig werde und dass meine Augen nicht zu müde werden, weil ich ihn immer im Auge haben und darauf achten muss, wie ich auf diese Art von Schlägen reagieren muss.“

Hier sieht Andy Ruiz jr eigentlich dann doch eher aus wie ein dickes großes Kind, als wie ein würdiger Herausforderer für den dreifach Weltmeister und einen der besten Schwergewichtler der Gegenwart.

„Die einzige Niederlage in der Karriere von Andy Ruiz ist eine Niederlage im WM-Kampf gegen Joseph Parker im Dezember 2016, wo er nach zwölf Runden letztlich umstritten nach Punkten verloren hat. Dieser Kampf war wirklich sehr eng und es gab einige, die der Meinung waren, dass Ruiz genug getan hatte, um den Sieg zu bekommen“.

„Seine Stärke ist seine Fähigkeit, nach vorne zu gehen und Druck zu machen und dabei aber zu vermeiden, selbst getroffen zu werden. Ruiz kann einen Gegner zu jeder Zeit  ausschalten, weil er in beiden Händen eine große Schlagkraft hat. Er hat die Fähigkeit, Kombinationen zu schlagen, während ich allerdings der Meinung bin, dass der europäische Boxstil, der mir beigebracht wurde, Jab, eins, zwei, Jab, eins, zwei, Haken und rechter Haken, linke Gerade, rechter Haken zum Körper, genau das Mittel dafür ist ihm zu begegnen“, sagte Joshua im Interview mit dem englischen Sky Sports.

Kaum ein Boxexperte und auch wohl 99% aller Boxfans glauben an einen Sieg der Weltmeisters aus England.

Die Aussagen in diesem Interview mit Sky Sports lässt natürlich die Frage offen, ob jetzt auch Anthony Joshua seinen Gegner letztlich nur „stark reden“ möchte, genau wie das sein Promoter Eddie Hearn schon wiederholt getan hat oder ob er das wirklich auch glaubt was er da sagt?