
Für den deutschen Ex-Weltmeister winkte die erneute WM-Chance in den USA, doch er wurde frühzeitig chancenlos gestoppt.
Viel hatte man sich vorgenommen, doch letztlich konnte nur wenig davon umgesetzt werden. Deutschlands Ex-Weltmeister Vincenzo Gualtieri (25-2-1) boxte am Freitag in den USA und wollte sich für eine erneute WM-Gelegenheit empfehlen. In einem IBF-Final-Eliminator im Mittelgewicht stellte er sich im SAP Center in San José dem US-Amerikaner Amari Jones (17-0) – einem 24-jährigen Prospect, dem eine große Zukunft prognostiziert wird.
Bei den Buchmachern galt Gualtieri als klarer Underdog, doch der Ex-Weltmeister aus Wuppertal wollte mit seiner größeren Erfahrung punkten und dem Talent seine Grenzen aufzeigen – was ihm letztlich jedoch nicht gelang.
Jones empfiehlt sich mit überzeugendem Sieg für die Weltmeisterschaft
Der Kampf begann und Gualtieri zeigte sich zunächst wie gewohnt beweglich im Rückwärtsgang. Der Deutsch-Italiener wirkte hochmotiviert und versuchte proaktiv in die Aktionen von Jones hineinzuschlagen, was anfangs durchaus vielversprechend aussah. Die erste Runde verlief noch ausgeglichen, wobei sich Jones zunächst etwas zurückhielt – was sich in der zweiten Runde deutlich ändern sollte.
Dort erhöhte der US-Amerikaner den Druck und konnte Gualtieri vermehrt an den Seilen stellen, wo dieser die Wirkung der ersten Treffer bereits deutlich zu spüren schien. Erste Blessuren wurden sichtbar und es zeichnete sich ab, dass es ein langer Abend für Gualtieri werden könnte.
Dazu sollte es jedoch nicht kommen, da bereits in der dritten Runde das vorzeitige Ende folgte. Gualtieri wurde zunächst zu Boden geschickt, stand jedoch wieder auf und versuchte weiterzukämpfen. Jones stellte ihn anschließend erneut an den Ringseilen und landete einen krachenden Uppercut, woraufhin Gualtieri wenig später ein zweites Mal zu Boden ging.
Zwar bewies er Kämpferherz und stand erneut wackelig auf, doch der Ringrichter brach den ungleichen Kampf daraufhin ab und wertete ihn als TKO-Niederlage.
Nächste vorzeitige Niederlage für einen AGON-Ex-Weltmeister
Eine deprimierende und äußerst klare Niederlage für Gualtieri, der in den USA sichtbar an seine Grenzen stieß. Auch wenn ein Sieg des Deutschen als unwahrscheinlich galt, hätte man zumindest hoffen können, dass er den Kampf enger gestaltet oder über die Runden kommt – was letztlich jedoch nicht gelang.
Damit reiht sich der AGON-Sports-Schützling in die Reihe seines Stallgefährten und Ex-Weltmeisters William Scull ein, der zuletzt ebenfalls vorzeitig in Dänemark gestoppt wurde.
Für Jones war es hingegen ein wichtiger Erfolg im Hinblick auf seine Sichtbarkeit. In einer eher dürftig gefüllten großen Arena wusste er zu glänzen und konnte sein Resümee um einen vorzeitigen Sieg über einen ehemaligen Weltmeister erweitern. Nun dürften zeitnah die ganz großen Kämpfe auf ihn warten.















klassische leistung eines agon boxers. man mogelt sich so durch die rankings und tut so als wäre man weltklasse. natürlich immer nur zu hause. und sobald man gegen leute kämpft, die nicht handverlesen sind. ist von weltklasse nix zu sehen. stattdessen wirken die agon-stars wie aufbaugegner, die zum verprügeln eingladen wurden. PEINLICH!!!
stimmt genau, sehr gut analysiert!
Fress ist genauso eine Pfeife