
Bei der vierten Veranstaltung von PrimeTime Promotion möchte Ardian Krasniqi einen weiteren Schritt in Richtung Weltmeisterschaft machen – live auf Bild+.
Es ist Fight Week. Am Samstag kehrt die aufstrebende PrimeTime Promotion zurück und präsentiert die inzwischen vierte Veranstaltung ihrer Reihe „Showdown for Legacy“. Die Reise begann im September 2024 mit der Debütveranstaltung in der MHP Arena in Ludwigsburg. Ein voller Erfolg, der nun rund zwei Jahre später an gleicher Stelle wiederholt werden soll.
„Alles begann im September 2024 mit unserem ersten Event. Knapp 21 Monate später blicken wir bereits auf drei erfolgreiche Veranstaltungen zurück. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir unsere Zuschauerzahlen von Veranstaltung zu Veranstaltung steigern konnten“, so PrimeTime-Promoter Arber Krasniqi auf Nachfrage von Boxen1.
Hierfür setzt PrimeTime Promotion auf eine umfangreiche Fightcard mit mehreren Titelkämpfen. Insgesamt stehen 13 Kämpfe auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht dabei Ardian Krasniqi (12-0), der sich mit einem weiteren Sieg für eine Weltmeisterschaft empfehlen möchte.
WBO- und WBA-Titelkampf für Ardian Krasniqi

WBO-Intercontinental Meisterschaft: Ardian Krasniqi (GER) – Gaspar Fernandez (ARG)
© Torsten Helmke
Der Aufstieg von PrimeTime Promotion ist zugleich eng mit dem Aufstieg von Ardian Krasniqi verbunden. Bereits bei der ersten Veranstaltung in Ludwigsburg sicherte sich Krasniqi den WBO-InterConti-Titel im Halbschwergewicht. Am Samstag folgt nun bereits die dritte Titelverteidigung. Aktuell rangiert er auf Platz 7 der WBO-Weltrangliste und hat die Top 5 fest im Blick.
Mit Vinko Zadro (12-0) wartet nun ein ebenfalls ungeschlagener Gegner auf ihn. Wie Krasniqi blickt auch der Kroate auf eine 100-prozentige K.-o.-Quote nach zwölf Kämpfen. Es kommt somit zum Duell zweier schlagstarker Boxer, das durchaus vorzeitig enden könnte.
Im Falle eines Sieges könnte sich Krasniqi neben seinem WBO-Titel erstmals auch den WBA-Continental-Titel sichern. Dadurch würde er sich in den Weltranglisten noch breiter positionieren und seinem Traum von einer Weltmeisterschaft einen weiteren Schritt näherkommen.
„Unser Ziel ist es, Ardian in den beiden großen Weltverbänden weiter nach vorne zu bringen. Das Boxgeschäft ist schnelllebig, und manchmal ergeben sich Chancen schneller als erwartet. In der WBO gehören wir bereits zu den Top 6 der Weltrangliste. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Wenn alles nach Plan läuft, könnte 2027 der große Kampf um die Weltmeisterschaft anstehen“, skizzierte Arber Krasniqi den WM-Plan gegenüber Boxen1.
Zahlreiche Gegnerwechsel durchstreichen Bujar Tahiri einen Titelkampf

Bujar Tahiri (GER) – Gregorio Marcano (VEN)
© Torsten Helmke
Ebenfalls kämpfen wird Bujar Tahiri (22-0) auf der Veranstaltung. Der ehemalige Schützling von AGON Sports machte zuletzt auch als Trainer auf sich aufmerksam und betreute den Kampfsport-Influencer Ringlife während dessen Vorbereitung in Thailand. Dabei verhalf er ihm zu einem erfolgreichen Profidebüt.
Nun sollte ein WBO InterConti-Titelkampf für Tahiri im Mittelgewicht erfolgen, doch die Ereignisse überschlugen sich rund um die Gegnerfindung. Lange Zeit konnte kein Gegner verpflichtet werden, ehe man sich kurzfristig mit dem Argentinier Gonzalo Gastón Coria (24-8) scheinbar einigte. Doch selbst dies hat nicht mehr Bestand und nun sitzt stattdessen der Kolumbianer Alexander Castro (15-1) im Flieger. Ein Titel steht hingegen nicht mehr auf dem Spiel.
„Die Situation bei Bujar ist leider etwas unglücklich verlaufen. Sein ursprünglich geplanter Gegner hat kurzfristig abgesagt. Wir haben anschließend mit Hochdruck nach einem passenden Ersatzgegner gesucht. Aufgrund der kurzen Zeit war es leider nicht möglich, einen Gegner zu finden, der alle hohen Kriterien der WBO erfüllt“, erklärte Arber Krasniqi zum entfallenen WBO-InterConti-Titelkampf.
Castro kämpfte einige Male auf Veranstaltungen von Don King in den USA und blickt auf eine solide Amateurlaufbahn zurück. Seinen bislang größten Kampf verlor er denkbar knapp gegen Ian Green (20-2) per geteiltem Punktentscheid. Er hatte Green früh am Boden und verwickelte diesen in einer harten Schlacht, die er schließlich dennoch verlor.
Seitdem erfolgte jedoch nicht mehr viel und Castro verblieb über ein Jahr ohne gelisteten Kampf, wodurch es fraglich ist, in welcher Verfassung er körperlich nun am Samstag auftreten kann. Grundsätzlich stellt er jedoch keine schlechte Gegnerwahl dar.
Viktor Cakiqi jagt seinen ersten internationalen Titel

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Der Berliner Viktor Cakiqi (15-0) steht am Samstag vor einem Meilenstein. Das von Startrainer Georg Bramowski betreute Weltergewicht möchte seinen ersten internationalen Titel gewinnen. Bereits im Mai vergangenen Jahres sicherte sich Cakiqi die Deutsche Meisterschaft (BDB), nun soll der WBA-Continental-Titel folgen. Dafür trifft er auf den Franzosen Florent Dervis (14-3), der über reichlich internationale Erfahrung verfügt.
Für Dervis bedeutet Ludwigsburg bereits das sechste Land seiner Profikarriere. Der Franzose bestritt unter anderem drei Kämpfe in den USA, in denen er jeweils über die volle Distanz ging. Mit diesem Erfahrungsschatz reist er nun nach Deutschland, um seiner Karriere den entscheidenden Impuls zu verleihen.
Michael Rigas möchte in die Top 100 vorstoßen

Michael Rigas (GER)
� Torsten Helmke
Das Supermittelgewicht Michael Rigas (12-0) steht für hohen Offensivdruck und schloss sich im vergangenen Jahr PrimeTime Promotion an. Der Schützling von Trainer Magomed Schaburow blickt zwar nicht auf eine klassische Amateurkarriere zurück, hat sich jedoch kontinuierlich im Profibereich weiterentwickelt.
Am Samstag soll nun der nächste große Schritt folgen. Mit einem Sieg möchte Rigas erstmals in die Top 100 vorstoßen. Dafür hat man mit Rostislav Zich (10-1-2) einen gut gerankten tschechischen Kontrahenten verpflichtet. Der amtierende tschechische Meister im Halbschwergewicht konnte bereits einige respektable Siege einfahren, darunter gegen den erfahrenen Michal Ryba (27-12-1). Seine bislang einzige Niederlage erlitt Zich nach Punkten gegen Granit Stein (20-2-1) in Augsburg.
Ein ambitionierter und interessanter Gegner also für Rigas, der entsprechend gefordert werden dürfte. Gleichzeitig möchte er unter Beweis stellen, dass er bereit für den Sprung in die Top 100 ist.
Madeleine Mohrhardt boxt um den BDB-International-Titel

Madeleine „Maddy“ Mohrhardt (GER) – Eva Hubmayer (GER) (GER)
© Torsten Helmke
Für Frauenpower steht die vielseitige Madeleine Mohrhardt (8-0). Die Karlsruherin zählt ebenfalls zum PrimeTime-Team und möchte am Samstag den BDB-International-Titel im Leichtgewicht gewinnen.
Die vergangenen Wochen verliefen für „Maddy“ jedoch alles andere als ruhig. Seit längerer Zeit plagen sie Schulterprobleme, zudem musste sie zuletzt einen Verkehrsunfall verkraften.
Auch die Gegnersuche gestaltete sich schwierig. Im Frauenboxen ist die Auswahl an potenziellen Gegnerinnen begrenzt, weshalb zwischenzeitlich sogar eine Trilogie gegen Eva Hubmayer im Gespräch war. Eine Lösung, die weder Mohrhardt noch die Zuschauer wirklich begeistert hätte, da nach zwei Duellen die sportliche Abwechslung gefehlt hätte. Nach langen Verhandlungen fand man schließlich mit Diana Kulinova (4-17) eine Alternative. Sportlich verspricht sie zwar weniger als Hubmayer, stellt aber zumindest eine neue Herausforderung dar.
Weitere Undercard mit Fatlum Dreshaj

Fatlum Dreshaj (KOS) – Milos Janjanin (BIH)
© Torsten Helmke
Zahlreiche weitere Kämpfe werden die Veranstaltung abrunden. Eine vollständige Auflistung würde den Rahmen sprengen, dennoch sei erwähnt, dass das Stuttgarter Supermittelgewicht Fatlum Dreshaj (4-0) nach einer Verletzungspause zurückkehrt. Er trifft in einem Sechs-Runden-Kampf auf den Kroaten David Savic (6-4).
Fidaim Brahimi (2-0) sollte ursprünglich bereits im dritten Profikampf auf den ehemaligen mexikanischen IBO-Titelträger Alejandro Meneses (18-9) treffen, was zweifellos ein sportliches Highlight gewesen wäre. Kurzfristig kam es jedoch zu einer Änderung. Nun wird Brahimi gegen den ehemaligen tschechischen Meister Jan Marsalek (12-8) antreten, der ebenfalls eine solide Herausforderung darstellt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient außerdem das Duell zweier ungeschlagener Supermittelgewichte. Arian Ejupi (5-0) und Allen Bauer (6-0) riskieren jeweils ihre makellose Bilanz und wollen sich über sechs Runden nichts schenken. Ein empfehlenswertes Prospect-Duell, das man im deutschen Boxsport deutlich häufiger sehen sollte.
„Wir haben hochklassige Athleten am Start und mit Ardian, Viktor und Bujar einige der besten deutschen Boxer in ihren jeweiligen Gewichtsklassen vertreten. Das Duell zwischen Allen Bauer und Arian Ejupi verspricht ein absoluter Kracher zu werden. Genau solche deutsch-deutschen Duelle machen den Reiz des Boxsports aus. Einer der beiden wird seine weiße Weste verlieren – das sorgt automatisch für Spannung“, so Arber Krasniqi abschließend und versprach: „Ich denke, dass für jeden Boxfan etwas dabei ist.“
Tickets noch erhältlich – Übertragung auf Bild+
Zahlreiche weitere Kämpfe werden am Samstag in der MHP Arena in Ludwigsburg stattfinden. Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr. Einige Resttickets sind noch ab 32,50 Euro über Eventim erhältlich.
Bild+ wird sämtliche Kämpfe in Deutschland im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements live übertragen. Zudem ist eine Übertragung im Kosovo über RTK geplant.














