
Im neuen Universum Gym erfolgen acht Profikämpfe. Das Schwergewicht Ben Fresh wird dabei sein Comeback nach über 2,5 Jahren geben.
Seit über fünf Monaten wurde es ruhiger um Universum Boxing, nun kehrt man allerdings mit der Universum Boxing Night 16 am Samstag zurück. Geplant ist eine Hausveranstaltung im Universum Gym, bei der bis zu acht Profikämpfe präsentiert werden sollen. Darunter befinden sich einige spannende Paarungen sowie ein interessantes Comeback.
Ben Fresh kehrt nach 2,5 Jahren zurück in den Boxring

Ben „Fresh“ Adwubi (GER) – Igor Kantar (BIH)
© Torsten Helmke
Eine der Geschichten des Abends ist zweifellos das Comeback von Ben Adwubi (5-0), besser bekannt als Ben Fresh. Das Hamburger Schwergewicht blickt auf viel Kampfsporterfahrung zurück – er war beispielsweise auch als MMA-Fighter aktiv. Im Dezember 2020 gab er sein Profiboxdebüt und konnte bislang alle fünf Aufbaukämpfe vorzeitig gewinnen. Mit Adwubi bekam Deutschland nicht nur eine imposante Erscheinung im Ring, sondern auch einen streitbaren Charakter, der sich nicht scheut, mit Trashtalk einen Kampf für die Zuschauer anzuheizen.
Nach einer Schaffenspause von über 2,5 Jahren möchte der Hamburger es noch einmal wissen und bei Ismail Özen angreifen. Nach der langen Abstinenz ist klar, dass zunächst ein Aufbaukampf erfolgen muss. Dies geschieht in einem Sechs-Runden-Kampf gegen Josip Pehar (9-7). Sicherlich kein unschlagbarer Mann, der jedoch über ordentliche Erfahrung verfügt. Wer Adwubi im Ring kennt, weiß, dass er stets das vorzeitige Finish sucht – und oftmals auch findet.
José Larduet steht im Latino-Duell

Jose Larduet (CUB) – Brian Zwart (NED)
© Torsten Helmke
Im Schwergewicht galt José Larduet (14-1) vor einigen Jahren als absoluter Weltklasse-Amateur und hat dort eine lange und erfolgreiche Laufbahn hinter sich. Seit inzwischen über sechs Jahren steht der Kubaner bei Universum unter Vertrag, musste sich im vergangenen Dezember jedoch erstmals geschlagen geben – eine echte Katastrophe für internationale Ambitionen. Mit inzwischen 35 Jahren bleibt Larduet ohnehin nicht mehr viel Zeit für große Kämpfe.
Auch an diesem Samstag wird er wieder einen seiner berüchtigten Stay-busy-Kämpfe bestreiten, die ihn allerdings eher auf der Stelle treten lassen. Dennoch muss gesagt sein, dass sein kolumbianischer Kontrahent Edwin Mosquera (14-7-2) zumindest nicht gänzlich ungefährlich erscheint. So geschehen im März dieses Jahres in Darmstadt, wo er den zuvor ungeschlagenen Nino Kolicic (7-1) anklingelte und durch einen Cut stoppte.
In diesem Kampf zeigte sich Mosquera sehr feurig in der Offensive und fest entschlossen. Ob er jedoch mit derselben breiten Brust auch gegen den starken Larduet antreten wird, bleibt abzuwarten.
Yusuf Atmis stellt sich dem feurigen Robin Zamora

Yusuf Atmis (GER) © Torsten Helmke
Im Supermittelgewicht wird zudem Yusuf Atmis (8-0) zu sehen sein. Atmis, ein ehemaliger starker Amateurboxer beim Boxclub Traktor Schwerin, befindet sich noch in der Aufbauphase seiner Profikarriere. Nun steigert sich allerdings allmählich die Gegnerqualität, und er bekommt die erste echte Bewährungsprobe mit dem Nicaraguaner Robin Zamora (22-44) – einem unerschrockenen, physischen Offensivfighter, der selbst starken Gegnern einen unangenehmen Abend bereiten kann.
Gegen den serbischen Amateureuropameister Jovan Nikolic (8-0) gab es im Oktober das seltene Schauspiel, dass Zamora tatsächlich von einem technisch überlegenen Boxer in den Rückwärtsgang gedrängt wurde – und er sichtlich erleichtert war, als der Kampf vorbei war. Ob Atmis ähnlichen Erfolg vorweisen kann, bleibt fraglich. Er hat jedoch ganz sicher den Anspruch, seinen harten Kontrahenten ebenfalls zu dominieren.
Edison Demaj kommt aus einem Legendenkampf

Auch der Hamburger Edison Demaj (14-5-1) darf nicht fehlen. Das Halbschwergewicht erhielt im vergangenen Juli die große Gelegenheit, in einem Titelkampf über zehn Runden die niederländische Kampfsportikone Nieky Holzken (15-1) herauszufordern, unterlag dort jedoch nach Punkten. Trotz der Niederlage war es für Demaj sicherlich eine wertvolle Erfahrung – zumal er seine Boxkarriere bislang weitgehend eigenständig vorangetrieben hat und zu diesem Zeitpunkt nicht einmal über einen festen Trainer verfügte.
Nun hat er jedoch die Möglichkeit, im Universum Gym unter keinem Geringeren als Ex-Weltmeister Artur Grigorian zu trainieren. Entsprechend motiviert ist Demaj, noch einmal anzugreifen und sein boxerisches Potenzial zu zeigen.
Allerdings gab es im Vorfeld einige Gegneränderungen. Geplant war zunächst ein erfahrener dänischer Kontrahent, der jedoch absagte. Auch danach suchte man mehrfach nach einem passenden Gegner, bis schließlich die Wahl auf Frank Rojas (25-20) fiel, der in den letzten Jahren in Europa allerdings konstant Niederlagen einstecken musste.
Auf der weiteren Undercard kämpft Naomi Mannes

Für Aufmerksamkeit sorgt zudem die Personalie Naomi Mannes (7-3-1), die im Superweltergewicht zu den besten Boxerinnen Europas zählt. Mannes, gebürtig aus Frankfurt, war in den vergangenen Jahren international aktiv und kämpfte unter anderem um die EBU-Europameisterschaft in England. Ihren größten Sieg feierte sie im April 2024, als sie die mehrfache WM-Herausforderin Hannah Rankin (13-8) beeindruckend nach Punkten besiegte. Nun trifft sie auf die renommierte spanische Amateurboxerin Patricia Martin Cabrera (3-2).
Ebenfalls auf der Undercard wird das hart schlagende Cruisergewicht Elvir Sendro (16-0) zu sehen sein, der sich mit Alpay Yaman (17-4) misst.
Darüber hinaus steigen auch Carlos Josue Angeles Toledo (10-1) im Mittelgewicht und Mustafa Isa (1-0) im Schwergewicht in den Ring.
Resttickets sind im Universum Gym noch erhältlich
Über eine mögliche Übertragung wird derzeit noch verhandelt – eine finale Entscheidung steht kurzfristig bevor.
Wer die Kämpfe sicher live verfolgen möchte, kann sich ein Ticket direkt im Universum Gym, Lagerstraße 11 in Hamburg, sichern.
Resttickets sind dort für 40 € erhältlich. Am Kampfabend gilt freie Platzwahl. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.














