Der irische Mittelgewichtler Aaron McKenna hat am Samstagabend auf der Eubank Jr. vs. Benn Undercard in beeindruckender Manier seine Ankunft auf der großen Bühne des Boxsports zelebriert.
Nach herber Niederlage gegen McKenna: Karriereende für Smith?
Im Tottenham Hotspur Stadium in London lieferte der 25-jährige Ire aus Monaghan Aaron McKenna (20-0, 10 KOs) eine herausragende Leistung ab und besiegte den ehemaligen Weltmeister Liam Smith (33-5(2)-1, 20 KOs) klar nach Punkten. Mit einem einstimmigen Urteil von 119-108, 117-109 und 118-108 sowie einem Niederschlag in der zwölften Runde unterstrich McKenna seinen Anspruch, künftig eine Rolle im Mittelgewicht zu spielen. Für den bald 37-jährigen Smith bleibt abzuwarten, ob diese Niederlage den Beginn seines sportlichen Niedergangs markiert.
Der Kampf begann zunächst abwartend. Smith, wie gewohnt mit hoher Deckung und nach vorne marschierend, versuchte, aus der Halbdistanz Chancen zu kreieren. McKenna, größer und mit deutlich mehr Reichweite ausgestattet, boxte dagegen aus der Distanz, setzte gezielte Jabs und Rechte. Schon in der zweiten Runde zeigte sich Blut an McKennas Nase, als dieser kurzzeitig in die Rechtsauslage wechselte.
Obwohl McKenna zum ersten Mal auf solch großer Bühne boxte, wirkte er von Beginn an kontrolliert. Mit schnellen Bewegungen, Ausweichmanövern und ständigem Richtungswechsel stellte er Smith vor große Probleme. McKenna war ein schwer zu treffendes Ziel, während Smith Mühe hatte, seinen Rhythmus zu finden.
In der fünften Runde wirkte der Ire noch stärker in seinen Aktionen. Smith erlitt zudem nach einem unbeabsichtigten Kopfstoß einen Cut über dem rechten Auge, kämpfte jedoch tapfer weiter. Doch die Dynamik des Kampfes war längst zugunsten McKennas gekippt. Selbst wenn Smith einzelne Treffer landete, gelang es ihm nie, den gewohnten Druck aufzubauen, für den er bekannt ist.
Variierende Schlagkombinationen und klare Treffer setzten Smith weiter zu. Vor der elften Runde forderte Vater und Trainer Fergal McKenna von seinem Sohn „zwei wirkliche weltklasse Runden“, während Smiths Trainer Joe McNally versuchte, seinen Schützling zu neuem Aufbäumen zu motivieren.
Doch McKenna ließ sich nicht beirren. Schon nach 30 Sekunden der zwölften Runde landete er einen heftigen linken Haken zum Körper, der Smith zu Boden schickte. Zwar kam der Liverpooler wieder auf die Beine und kämpfte verbissen bis zum Schlussgong, doch McKenna blieb überlegen und zeigte keinerlei Schwäche.
Sowohl McKenna als auch Smith hatten vor dem Kampf geäußert, dass ein Sieg neue Türen zu großen Kämpfen gegen Stars wie Conor Benn oder Chris Eubank Jr. öffnen könnte. Während Smiths Zukunft nun fraglicher erscheint, dürfte sich für McKenna bald eine spannende Gelegenheit ergeben.














