Weber zurück im Training
Nach der tollen Leistung von Offenburg greift der Stralsunder wieder an
“Nach dem Spiel ist vor dem Spiel”, sagte einst Sepp Herberger. Und diese alte Weisheit des früheren Bundestrainers, der die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1954 in der Schweiz zum Gewinn der Weltmeisterschaft führte, ist auch auf den Boxsport übertragbar. So zum Beispiel bei Henry Weber, der gerade erst am 14. Januar in Offenburg gegen Robert Stieglitz um die WBO-WM im Super-Mittelgewicht kämpfte. Zwar kassierte der 23-Jährige in der Baden-Arena eine Punktniederlage, doch da er als klarer Außenseiter in das Ringgefecht startete und eine beherzte Leistung zeigte, durfte er sich am Ende dennoch als moralischer Sieger fühlen. “Nach dem Kampf gegen Stieglitz gab es viel Lob. Viele Menschen haben mich auf der Straße angesprochen, mir gesagt, dass sie meinen Kampf gesehen hätten”, so der junge Super-Mittelgewichtler. “Jetzt geht es weiter. Zwar tut es gut, trotz einer Niederlage gefeiert zu werden. Doch letztlich zählen im Sport nur Siege.” Obwohl noch nicht genau feststeht, wann der in Stralsund geborene Sportler den nächsten Kampf bestreiten wird, ließ Trainer Otto Ramin seinem Schützling nicht lange Zeit, sich von dem Fight in Offenburg zu erholen. “Am Mittwoch ging es zurück ins Training”, sagt Weber. “Den nächsten Kampf will ich unbedingt gewinnen.”

















