Nuri Seferi brauchte nicht mal eine Runde…
Zweiter Cruisergewichts-EM für Erol Ceylan
Ein Bericht von Wolfgang Weggen
5000 Fans brachten die Boris Trajkovki Sports Arena von Skopje fast zum Wackeln, so hoch schlugen die Wogen der Begeisterung nach Nuri Seferis Blitz-Sieg. Sie feierten den neuen WBO-Europameister im Cruisergewicht, der Nenad Stankovic mit seiner starken linken Führhand gleich zu Beginn der Runde zu Boden schlug. Von diesem Treffer erholte sich der Serbe nicht mehr – Aufgabesieg in der 1. Runde für den in Burgdorf in der Schweiz lebenden „Albanian Tyson“.
„Dass es so schnell gehen würde, damit hatte ich nicht gerechnet“, so Promoter Erol Ceylan. „Aber Nuri war ja auch auf den Punkt genau topfit. Ich denke, nach etlichen Verletzungen, die ihn immer wieder zurückgeworfen haben, bedeutet dieser Sieg den endgültigen Durchbruch für ihn. Wir werden noch viel von ihm hören und sehen. Höchstwahrscheinlich auch bald in Deutschland“. Für den 35-Jährigen war es der 32. Sieg (19. Knockouts) seiner Karriere, bei sechs Niederlagen.
Nuris „kleiner Bruder“ Sefer war allerdings nicht ganz so schnell. Er brauchte alle sechs Runden, um den harten Ungarn Gyula Bozai nach Punkten zu besiegen. Damit fuhr der kleine Seferi (33) seinen 16. Sieg in Folge ein, 14 Mal gewann er vorzeitig.
Cruisergewichtler Agron Dzila gönnte den Fans auch nur eine kurze Boxnacht. Der Mann aus der Schweiz, der eigentlich vor 10 Tagen in Göttingen gegen Europameister Alexander Alekseev um den Titel kämpfen sollte (Alekseev musste krankheitsbedingt passen), wollte unbedingt beweisen, dass er ein würdiger Herausforderer des Ceylan-Schützlings war/ist. Halber Krafteinsatz hätte gegen Nemanja Rugacevic aber sicher auch schon gereicht. Denn sein Gegner aus Serbien, der erst drei Profikämpfe bestritten hatte (3 K.o.-Niederlagen), war völlig überfordert und kassierte jetzt seinen vierten Knockout. Und das schon nach 17 Sekunden…

















