Libyen: Es darf wieder geboxt werden
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Da muss erst ein gewalttätiger Diktator beseitigt werden, ehe im Ring wieder zugeschlagen werden darf. Der erfolgreiche Freiheitskampf des libyschen Volkes gegen Muammar al-Gaddafi hat zur Eröffnung des ersten Boxklubs im Land seit mehr als 30 Jahren geführt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, darf in der Hauptstadt Tripolis wieder geboxt werden – dafür steht ausgerechnet die Hälfte einer Sporthalle zur Verfügung, die bis zum Umsturz Gaddafis Sohn Saadi gehörte.
Nach den Olympischen Spielen 1976, an denen der libysche Boxer Giubran Zugdani teilgenommen hatte, hatte Gaddafi den Boxsport in Libyen verboten. Offiziell weil er zu gewalttätig sei. „Er hat es verboten, weil er Angst vor Stars hatte“, sagt Zugdani heute. Personenkult sollte es nur um den Machthaber selbst geben. Die libysche Übergangsregierung hat das Verbot unlängst aufgehoben. Jetzt darf wieder geboxt werden. Die in die Jahre gekommenen Boxer aus den Siebzigern geben ihr Wissen an Kinder und Jugendliche weiter. Aber noch fehlen Bandagen, Handschuhe und Schuhe. Auch dieses Problem wird gelöst werden. Und das wird keine 30 Jahre mehr dauern.
(Quelle: blog.fightshop.de)
















