Huck ringt mit großem Kämpferherz Lebedev nieder
Trotz starker Schmerzen steht Huck den WM-Fight bis zum Ende durch
Marco Huck bleibt WBO-Weltmeister im Cruisergewicht. Der 26-Jährige setzte sich am Samstagabend mit einem 2:1-Punkturteil (115:113, 115:113 und 112:116) knapp gegen seinen russischen Pflichtherausforderer Denis Lebedev durch. Damit verbuchte der Schützling von Trainer Ulli Wegner in der Berliner Max-Schmeling-Halle vor 5.000 Zuschauern den 31. Sieg im 32. Profikampf.

Lebedev erwies sich als der erwartet starke Gegner. Der 31-Jährige versuchte, im Vorwärtsgang zu agieren und wirkte besonders mit seinen linken Haken gefährlich. In der vierten Runde zog sich der Titelverteidiger einen Rippenbruch zu. “Danach war jeder eigene Schlag wie ein Messerstich für mich. Doch ich habe durchgehalten und gewonnen. Das zeichnet einen Champion aus”, so Huck hinterher.

Im fünften Durchgang musste Lebedev nach einem Treffer des WBO-Titelträgers zu Boden. Doch Ringrichter Eddie Cotton sah lediglich einen Stolperer und wertete die Situation nicht als Niederschlag. In der sechsten und siebten Runde schien dem Weltmeister das Geschehen im Ring aus den Händen zu gleiten. Doch in den letzten vier Durchgängen gewann Huck seine Sicherheit zurück und erkämpfte sich Vorteile.

Der unterlegene Rechtsausleger Lebedev war enttäuscht. Dennoch präsentierte er sich auf der Pressekonferenz nach dem Kampf als fairer Verlierer. “Mein Trainer sagt immer, dass die Person gewonnen hat, die vom Ringrichter zum Sieger erklärt wird. Demnach hat das, was wir geboten haben, nicht gereicht.” Bei Ulli Wegner herrschte hingegen große Freude über den Sieg: “Jetzt kann ich beruhigt Weihnachten feiern.”

















