Huck auf Super-Six-Kurs

30. Sieg für den WBO-Weltmeister im Cruisergewicht

Marco Huck ist derzeit nicht zu stoppen! Der WBO-Weltmeister im Cruisergewicht gab sich auch bei seiner vierten Titelverteidigung keine Blöße. Gegen Matt Godfrey (USA) siegte er am Samstagabend in der Messehalle Erfurt durch technischen K.o. nach zwei Minuten und 18 Sekunden der fünften Runde. Für den Champion war das gleichbedeutend mit dem 30. Erfolg im 31. Profifight.
“Ich habe die alt bewährte Brechstange herausgeholt, um zu siegen”, sagte der alte und neue Weltmeister nach dem Fight. “Godfrey war ein unbequemer Gegner. Ich wollte mich nicht zu lange mit ihm aufhalten und habe den Sieg quasi erzwungen.” In der Tat: Denn nachdem es in den ersten drei Minuten des Fights noch recht ruhig im Seilgeviert zuging, drehte Huck in der Folge kräftig auf.

“Huck, Huck, Huck” hallte es danach von den mit 4.500 Zuschauern voll besetzten Rängen der Messehalle. Und die Begeisterung des Publikums sprang auf den Titelverteidiger über. Mit einer harten Rechten zum Kopf landete der 25-Jährige Ende des zweiten Durchgangs in der blauen Ecke prompt den ersten Niederschlag. Der Amerikaner Godfrey wurde angezählt, rettete sich aber in die Rundenpause.
Im dritten Durchgang hielt Huck das Tempo hoch und schickte seinen Widersacher erneut in den Ringstaub. Doch da bei dem Schlaghagel offenbar auch ein Tiefschlag mit im Spiel war, wurde der Herausforderer nicht angezählt. Die Gefährlichkeit des WBO-Weltmeisters minderte das aber nicht. “Da kamen einfach so viele Hände angeflogen, ich war nicht in der Lage, eigene Angriffe zu starten”, wunderte sich Godfrey hinterher.

In Runde fünf geriet er dann endgültig unter die Räder. Zunächst beförderte ihn Huck mit einer krachenden rechten Geraden in der roten Ecke auf den Boden, so dass Ringrichter Genaro Rodriguez den 29-Jährigen anzählte. Wenig später prügelte Huck seinen Widersacher durch die Ringseile hinweg fast aus dem Ring. Doch der Schützling von Trainer John Scully wollte nicht aufgeben und setzte den Kampf fort.

Der Herausforderer musste danach nicht wieder in den Ringstaub. Doch eine weitere Schlagserie sorgte schließlich trotzdem für die Entscheidung. Da Godfrey erneut zahlreiche harte Treffer kassierte, griff der Referee ein und stoppte den Kampf. Zwar wirkte der unterlegene Cruisergewichtler enttäuscht, doch der Ringrichter bewahrte ihn mit dem Abbruch vor größerem Schaden und weiteren harten Wirkungstreffern.
“Ich freue mich, dass ich bei der 100. Sendung von ‘Boxen im Ersten’ erfolgreich war und will beim geplanten Super-Six-Turnier einen Titelvereinigungskampf bestreiten”, gab sich Huck nach dem Erfolg zuversichtlich. Manager Wilfried Sauerland ergänzte: “Wir hoffen, dass wir bis Ende Oktober die Verträge für das Turnier unter Dach und Fach haben. Im Dezember könnte es dann schon losgehen.”
















