Gerber boxt gegen Sprott
Größte deutsche Schwergewichts-Hoffnung will sich bewähren
Dritter Schwergewichts-Kracher in Helsinki! Am 3. Dezember darf sich das Publikum in der Hartwall Areena (ab 22.35 Uhr in der ARD) gleich auf eine Vielzahl von Highlights in der Königsklasse des Profiboxens freuen. Allen voran ist da natürlich der Kampf um die WBA-WM zwischen Titelverteidiger Alexander Povetkin und dem Amerikaner Cedric Boswell zu nennen.
Nicht weniger interessant ist das Duell um den vakanten EM-Titel zwischen dem in Berlin lebenden Robert Helenius (27 Jahre) und dem Engländer Dereck Chisora. Große Spannung verspricht allerdings noch ein weiteres Aufeinandertreffen: Denn Edmund Gerber tritt gegen den Briten Michael Sprott (36-17, 18 K.o.´s) an. Für den in Schwerin aufgewachsenen Schwergewichtler ist der Fight gegen den ausgebufften Briten die bislang größte Bewährungsprobe seiner Profilaufbahn.

Wenn man der Einschätzung von Manager Wilfried Sauerland Glauben schenkt, dann ist Gerber das derzeit größte deutsche Talent in der Schwergewichtsszene. Inzwischen stehen schon 17 Siege aus 17 Profikämpfen bei dem 23-Jährigen zu Buche – elfmal gewann er dabei vorzeitig. Im finnischen Helsinki soll jetzt am 3. Dezember der nächste Sieg her. Doch sein Gegner Michael Sprott ist ein routinierter Kämpfer. Der inzwischen 36-Jährige war bereits Britischer Meister, Commonwealth Champion, EU-Titelträger und Europameister. Zuletzt stand der Schwergewichtler aus Reading im September dieses Jahres in Hamburg in einem EM-Kampf Alexander Dimitrenko gegenüber. Zwar musste sich der Engländer am Ende nach Punkten geschlagen geben, doch seine Leistung war alles andere als schlecht – viele Beobachter hatten zuvor einen Kampf auf Augenhöhe gesehen.

“Ich habe mir das damals angeschaut”, sagt Edmund Gerber. “Sprott stand schon mit vielen namhaften Gegnern im Ring. Gegen Dimitrenko, der ja bei den Top-Weltverbänden in den Ranglisten weit vorn steht, sah er gut aus. Daher weiß ich, dass es am 3. Dezember schwer für mich wird.” Der junge Schwergewichtler hatte zuletzt angekündigt, dass er zukünftig größere Namen ins Visier nehmen will. “Sprott kommt da genau richtig. Aber ich muss ihn erst einmal schlagen. Dann sehen wir weiter”, so der Schützling von Coach Karsten Röwer.
Damit es mit dem nächsten Sieg klappt, hat er hart trainiert. “Nach meinem letzten Kampf am 1. Oktober hatte ich zwei Wochen Pause. Danach bin ich in Berlin in die Vorbereitung eingestiegen.” Edmund Gerber ist sich sicher: “Ich muss Sprott unter Druck setzen. Dann klappt es mit dem nächsten Erfolg.”
Eintrittskarten für die Veranstaltung in Helsinki sind unter www.lippu.fi erhältlich.

















