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Geheimnisse und offene Visiere!

WM-Kontrahenten selbstbewusst, Schwergewichtler zurückhaltend

Noch wenige Tage, dann geht es im Ring des Gerry Weber Stadions rund. Und dass dies tatsächlich so ist, dafür steht der Name Marco Huck (31-1, 23 K.o.´s). Der WBO-Weltmeister mit dem Hau Ruck-Stil verlässt sich nur ungern auf das Urteil der Punktrichter. Das soll, wenn es nach ihm geht, auch am Samstag (ab 22.15 Uhr live im Ersten) in Halle/Westfalen so sein. Dann bekommt er Ran Nakash vor die Fäuste. Doch der ungeschlagene Israeli ist ebenfalls dafür bekannt, mit offenem Visier zu kämpfen. Bisher stieg der WBO-Weltranglistenzehnte 25-mal als Profi in den Ring, 25-mal gewann er – davon gleich in 18 Kämpfen durch K.o.

“Ich habe zwar erst am Dienstag oder Mittwoch letzter Woche erfahren, dass ich um die WM boxen kann, aber das macht nichts. Ich wollte sowieso im April einen Kampf bestreiten und war daher im Training. Ich sagte mir, diese Chance kann ich mir nicht entgehen lassen”, so Nakash am Dienstagnachmittag beim öffentlichen Training in Bielefeld. Der Boxprofi, der seinen Lebensunterhalt auch als Chef-Ausbilder von Eliteeinheiten und Veranstalter von Fight-Camps verdient, rechnet sich durchaus Siegchancen aus. “Das werden wir am Samstag sehen. Ich will meine Chance nutzen”, so der 32-Jährige selbstbewusst.

Das wäre Marco Huck gar nicht recht. Mit harten, explosiven Händen präsentierte sich der Cruisergewichtler beim Pratzentraining mit Ulli Wegner. “Der WM-Gürtel bleibt hier. Ich bin der Weltmeister und werde es auch bleiben”, so der 26-Jährige, der in Ostwestfalen aufwuchs. Und um seine Worte durch Schlagkraft zu unterstreichen, hämmerte er drei Runden lang ausgiebig in die Pratzen seines Coaches. Der 68-jährige Wegner warnte: “Marco darf Ran Nakash nicht unterschätzen. Er ist noch ungeschlagen und hält sich daher für unbesiegbar. Solche Gegner muss man erst einmal in ihre Schranken weisen.”

Längst nicht so offen mit ihren Worten und Fähigkeiten gingen der frühere WBC-Weltmeister Samuel Peter (Nigeria) und Robert Helenius um. Der erste Auftritt der beiden Schwergewichtler geriet eher zu einer großen Geheimniskrämerei. Der von Ibn Cason trainierte Peter kam ganz ohne seinen anwesenden Coach aus und zeigte nur ein paar Schattenboxeinlagen. Daraufhin wies Ulli Wegner seinen Schützling Robert Helenius ebenfalls an, die Boxhandschuhe nicht überzustreifen. Zwar dauerte seine Aufwärm- und Schattenboxeinheit etwas länger, doch Rückschlüsse daraus dürfte sein Widersacher sicherlich nicht erlangt haben.

Eintrittskarten für die Veranstaltung am 2. April in Halle/Westfalen sind über die Tickethotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) und im Internet bei www.eventim.de sowie direkt bei der Gerry Weber World (Tickethotline 05201-8180 / www.gerryweber-world.de) erhältlich.

 

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