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Amir Khan bleibt Weltmeister

Kampfabbruch durch Verletzung in der 6. Runde – 18.00 Zuschauer in Manchester

 
Ein Bericht von Ebby Thust
WBA-Weltmeister im Halb-Weltergewicht Amir Khan (25 – 1, 17 KOs) verteidigte in der Nacht zum Sonntag, in der ausverkauften M.E.N. Arena in Manchester, England, seinen WM-Titel, durch einen technischen Punktsieg nach 6 Runden gegen seinen nordirischen Herausforderer, den bis dahin ungeschlagenen Europameister PaulMcCloskey (22 – 1, 12 KOs).
Khan begann schon von der ersten Runde an aggressiv und boxte eher im Stile eines Herausforderers, als dem eines Champions. Zwar kam er nicht unbedingt mit der für ihn unangenehmen Rechtsauslage des Nordiren zurecht, doch McCloskey machte zu wenig, so dass Kahn eine Runde nach der anderen auf den Punktzetteln der Punktrichter gewann.
In der 6. Runde ging Amit Khan mit dem Kopf voran in den Gegner und knallte  brutal mit McCloskeys Kopf zusammen. Viele Zuschauer und auch das gesamte Team des Herausforderers sahen darin einen vorsätzlichen Kopfstoß. Der Ringrichter aber, winkte nur den Arzt an die Ringseile, doch völlig ungewöhnlich und nicht den Regeln entsprechend betrat der Arzt den Ring um den verletzten Herausforderer zu untersuchen. Die Verletzung, eine vertikale schnittförmige Platzwunde über dem linken Auge von McCloskey, hätte sicherlich in einem deutschen Ring niemals zum Kampfabbruch geführt. Auch für den Kopfstoß wurde Khan nicht  verwarnt, da der  Ringrichter  hier einen ungewollte Verletzung sah. Der Kampf wurde dann auf Anraten des Arztes vom Ringrichters abgebrochen und die Punktzettel wurden ausgezählt. Am Ergebnis gab es  keinen Zweifel. Amir Kahn lag auf allen Punktzetteln der drei Punktrichter mit 60:54 in Front.  Noch vor der Urteilsverkündung gab es  bald noch einen Skandal. Der Ringarzt, beschimpfte zuerst lauthals den Ringrichter und verlor dann gänzlich die Nerven. Nur mehrere Securitykräfte konnten verhindern, dass es hier nicht noch zu einem außerplanlichen Rahmenkampf kam.
Nach der Urteilsverkündung forderte McCloskeys Team lauthals einen Rückkampf, doch hierauf konterte Amir Khan im Interview: “Ich habe hier doch jede Runde klar gewonnen. McCloskey hat nicht annähernd mein Niveau. Es gibt deshalb gar keinen Grund für einen Rückkampf und zu dem bin ich nur an großen Dingen interessiert.” McCloskeys Manager Barry Hearn: “Diese Entscheidung ist einfach nur unprofessionell und eine Schande. Ich werde dagegen Beschwerde beim Boxverband einlegen.”
Khan plant, nach diesem eher glanzlosen Sieg, nun für Juli einen Vereinigungskampf im Halb-Weltergewicht gegen den WBC und WBO Weltmeister Tim Bradley.

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