Wlodarczyk gewinnt Neuauflage
Palacios muss sich dem WBC-Weltmeister auch im Rematch geschlagen geben
“Totgesagte leben länger”, heißt es in einem alten Sprichwort. Und auf WBC-Cruisergewichts-Weltmeister Krzysztof Wlodarczyk trifft das durchaus zu. Der Pole gewann am Samstag auch zum zweiten Mal gegen seinen Pflichtherausforderer Francisco Palacios. Vor heimischer Kulisse setzte er sich in Wroclaw einstimmig nach Punkten gegen den WBC-Weltranglistenersten aus Puerto Rico durch.
Da der erste Fight zwischen beiden Kontrahenten im April 2011 äußerst umstritten mit einer Split-Decision für Wlodarczyk gewertet wurde, hatte der Weltverband WBC ein Rematch angeordnet. Vor der Neuauflage sahen einige Experten den Herausforderer schon als den sicheren Sieger. Doch Wlodarczyk belehrte seine Kritiker eines Besseren und lag nach zwölf Runden mit 117:112, 116:112 und 116:113 vorn.
Wie schon im ersten Kampf war es erneut ein enges Ringgefecht, das von der Taktik geprägt war. Der Titelverteidiger nutzte seine Führhand und Schnelligkeit, während sein Widersacher auf seine Schlagkraft und die größere Aktivität vertraute. Dabei setzte Palacios im Laufe des Kampfes oft auf Körpertreffer. Die Antwort von Wlodarczyk war ähnlich, er attackierte häufig die Leber des Konkurrenten.
In der zehnten Runde nahm das Aufeinandertreffen dann an Fahrt auf. Zunächst war es Francisco Palacios, der einige gute Treffer ins Ziel brachte und Druck ausübte. Doch der WBC-Weltmeister überraschte ihn plötzlich mit einem linken Haken zum Kinn, der den 35-jährigen Herausforderer kräftig durchrüttelte. Zwar hatte Palacios Probleme, sich auf den Beinen zu halten, doch er überstand diese schwierige Phase.
Auch im elften Durchgang sah der WBC-Weltranglistenerste nicht gut aus. In den letzten drei Minuten des Fights ging es noch einmal spannend zu, doch Krzysztof Wlodarczyk ließ sich seinen knappen Punktsieg nicht mehr nehmen. Damit durfte sich der 31-Jährige am Ende über seinen 47. Erfolg (davon 33 durch K.o.) im 50. Profifight freuen. Einer seiner Kämpfe endete unentschieden.
(Quelle: Sauerland Event)

















