Scully sieht gute Chancen für Dawson
Trainer glaubt fest an den Sieg seines Schützlings im Kampf gegen Ward
Viele Boxfans in Deutschland kennen ihn bestimmt noch: John Scully. Im Mai 1996 versuchte er, dem “Gentleman” Henry Maske den Halbschwergewichts-Gürtel der IBF zu entreißen, verlor allerdings deutlich nach Punkten. Die WM konnte er sich als Boxer in seiner aktiven Karriere nie sichern – als Trainer ist er dafür wesentlich erfolgreicher.
Sein Musterschüler ist aktuell Chad Dawson (31-1, 17 K.o.´s), der WBC-Weltmeister im Halbschwergewicht. Ihn bereitet Scully zurzeit auf den wohl wichtigsten Kampf seiner Karriere vor. Am 8. September trifft der “Bad” genannte Boxer in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien auf seinen amerikanischen Landsmann Andre Ward (25-0, 13 K.o.´s). Der 28-jährige Ward stellt im Moment vielleicht das Maß aller Dinge im Super-Mittelgewicht dar. Mit dem Sieg über Carl Froch gewann er Ende 2011 nicht nur einen zweiten WM-Titel im Limit bis 76,203 Kilogramm, sondern holte sich gleichzeitig den Sieg beim von Kalle Sauerland mitinitiierten Super-Six-Turnier.
Auch der Kampf gegen den zwei Jahre älteren Dawson wird im Super-Mittelgewicht ausgetragen. Obwohl Dawson dafür eine Gewichtsklasse nach unten wechselt, sieht ihn sein Trainer John Scully im Vorteil: “Andre Ward hat natürlich mit Leuten wie Carl Froch, Arthur Abraham und Mikkel Kessler eine hohe Qualität an Gegnern geschlagen. Chad hat allerdings einen total anderen Stil als die genannten Boxer. Ward hat noch nie gegen jemanden wie Chad Dawson geboxt. Im Gegensatz dazu hat Dawson mit Bernard Hopkins schon jemanden besiegt, der dem Stil von Ward sehr nahe kommt. Dementsprechend werde ich ihn perfekt auf Ward einstellen können.”
Ob der “Iceman” John Scully mit dieser Prognose Recht behalten wird, kann die Boxwelt am 8. September gespannt mitverfolgen.

















