Röwer lobt Zeuge
Trainer spricht über die Enticklung seines jungen Super-Mittelgewichtlers
Seit einigen Monaten ist Tyron Zeuge nun schon Teil der Trainingsgruppe von Karsten Röwer. Ende März gab der Super-Mittelgewichtler in Kiel sein Profidebüt. Knapp vier Monate nach seinem Einstand bei den Berufsboxern nimmt sich sein Coach Zeit, ein erstes Resümee der bisherigen Zusammenarbeit zu ziehen.
Karsten Röwer hat einen guten Eindruck von seinem Schützling. “In der kurzen Zeit hat sich Tyron sehr entwickelt”, so Röwer. “Vor allem im Athletik- und Ausdauerbereich hat er ordentlich zugelegt.” Doch das überrascht den Coach, der auch schon Sebastian Sylvester zum WM-Titel im Mittelgewicht führte, nicht: “Er hat ja schon im Amateurbereich gezeigt, wie talentiert er ist. Dort gehörte er zur absoluten Spitze und genoss eine solide Grundausbildung.”
Bisher stand Zeuge zweimal als Profi im Ring. Beide Male endete der Kampf frühzeitig. Doch vor allem die Auseinandersetzung gegen den Ungarn Santo Drago am 5. Mai in Erfurt begeisterte den Trainer. “Tyron hat in der ersten Runde etwas überdreht und wollte den Kampf schnell beenden”, erinnert sich Röwer. “Als das nicht ging hat er auf einmal gemerkt, wie lang drei Minuten sein können und musste sich die Kräfte richtig aufteilen. Durch den K.o. in der dritten Runde hat er dann bewiesen, dass er das kann.”
Eine Charaktereigenschaft des 20-Jährigen beeindruckt den erfahrenen Trainer ganz besonders. “Er ist einfach sehr unbekümmert und lässt sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen.” Doch natürlich gibt es auch Bereiche, in denen sich der der Jungprofi aus Sicht seines Trainers noch verbessern kann. “Wir müssen noch ein bisschen an seiner Kontinuität arbeiten und ihm auch klarmachen, dass Boxen harte Arbeit ist und Talent alleine nicht genügt.”
In seiner Trainingsgruppe wird Zeuge von seinen Teamkollegen übrigens “Popeye” genannt. “Bei den ersten Einheiten haben wir ihn natürlich sehr hart rangenommen. Nach dem Training stand er dann vor dem Spiegel und hat allen seine dicken Oberarme vorgeführt”, erzählt der Trainer. “Als er dann noch eines Tages mit einem Popeye T-Shirt zum Training kam, war sein neuer Spitzname perfekt.”
Eine positive Zukunft des jungen Berliners scheint also durchaus möglich zu sein. Röwer hofft, dass Tyron Zeuge den deutschen Boxfans noch viel Freude bereitet.

















