Pulev warnt vor Gegner
Europameister sagt: “Alexander Ustinov ist ein echtes Pfund!”
Einen so schnellen Sprung in die Weltspitze schaffen nur wenige Schwergewichtler: Wenn Europameister und IBF-International Champion Kubrat Pulev am 29. September in der Sporthalle Hamburg gegen den in Weißrussland lebenden Alexander Ustinov in den Ring steigt, kann er sogar die Nummer eins der IBF-Weltrangliste werden – und dies gerade mal drei Jahre nach seinem Profidebüt in Neubrandenburg. Der Schützling von Trainer Otto Ramin hatte im Mai in Erfurt gegen Alexander Dimitrenko den EM-Titel erobert. Im hohen Norden will er jetzt Ustinov schlagen, damit er den WM-Gürtel ins Visier nehmen kann.
Herr Pulev, am 29. September verteidigen Sie zum ersten Mal den EM-Titel. Wie verlief die Vorbereitung bisher?
Kubrat Pulev: Es ist eigentlich wie sonst auch: Zunächst habe ich nach dem Kampf gegen Dimitrenko eine kurze Pause gemacht. Dann begann ich in Bulgarien mit dem Grundlagentraining. Später ging ich für zwei Wochen nach Berlin, um speziell an meinen athletischen Fähigkeiten zu arbeiten. Zwischendurch war ich noch einmal kurz in Sofia. Am Ende der Woche werde ich in Berlin meine vierwöchige Sparringsphase abschließen. Ich fühle mich gut, bin hervorragend vorbereitet.
Nach Alexander Dimitrenko kommt mit Alexander Ustinov gleich der nächste “Brocken” auf Sie zu. Wie schätzen Sie Ihren etwa 140 Kilogramm schweren Gegner ein?
Kubrat Pulev: Alexander Ustinov ist ein echtes Pfund! Er ist nicht nur ein paar Zentimeter größer als ich, sondern er wiegt auch noch einen halben Zentner mehr. Das spiegelt sich auch in seiner Schlaghärte wieder. Ich muss also voll konzentriert in den Kampf gehen. Man sagt nicht umsonst, dass im Schwergewicht jeder Schlag entscheidend sein kann.
Mit welcher Strategie geht man in den Kampf gegen so einen “Koloss”?
Kubrat Pulev: Klar ist, dass ich diesen Kampf über die Athletik, Schnelligkeit und Dynamik gewinnen muss. Er hat ja keinen wirklichen Hintergrund als Amateur und dementsprechend bin ich auch technisch im Vorteil.
Es geht nicht nur um den EM-Titel, sondern auch um die Top-Platzierung bei der IBF. Wie weit sehen Sie sich noch von einer möglichen WM-Chance entfernt?
Kubrat Pulev: Im letzten Kampf habe ich die Europameisterschaft errungen. Damit ist schon mal ein großer Traum für mich in Erfüllung gegangen. Jetzt verteidige ich diesen Titel zum ersten Mal. Dass ich so gut in den Weltranglisten platziert bin, sehe ich zunächst nur als Bonus. Gegen Ustinov will ich mich erst einmal als europäischer Champion etablieren. Wie es danach mit mir weitergeht, überlasse ich meinem Team. Da weiß man, was das Beste für mich ist.
Wie wurde eigentlich der Gewinn der Europameisterschaft in Ihrer bulgarischen Heimat aufgenommen?
Kubrat Pulev: Die Menschen waren natürlich total aus dem Häuschen – ich bin schließlich der erste bulgarische Schwergewichts-Europameister bei den Profis. Wenn ich unterwegs bin, grüßen mich die Leute und bedanken sich dafür bei mir. Das ist mir manchmal sogar etwas unangenehm. Aber ich bin stolz darauf, das für mein Land vollbracht zu haben.
Und was sagt der stolze Europameister über den Ausgang des Kampfes gegen Ustinov voraus?
Kubrat Pulev: Alexander Ustinov ist niemand, den man im Vorbeigehen schlägt. Ich bereite mich so gut wie möglich auf ihn vor. Das hat bisher bei jedem Gegner geklappt. Somit hoffe ich, dass ich mich auch nach dem Kampf in Hamburg Europameister und IBF-International Champion nennen kann.
Eintrittskarten für die Veranstaltung am 29. September in der Sporthalle Hamburg sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) und im Internet bei www.eventim.de erhältlich.
(Quelle: Sauerland Event)

















