“Golden Jack” nicht zu stoppen!
Culcay setzt seine Siegesserie in der Sporthalle Hamburg fort
Der nächste Kampf und wieder ein vorzeitiger Sieg: Vor heimischem Publikum bezwang Jack Culcay am Samstagabend den Briten Mark Thompson in der Sporthalle Hamburg durch technischen K.o. Der Ringrichter brach den Fight um den WBA-Intercontinetal Titel im Halb-Mittelgewicht nach zwei Minuten und 48 Sekunden des fünften Durchgangs ab. Damit fuhr der Wahl-Hamburger seinen 13. Sieg im 13. Profifight ein.

So einseitig, wie es das Ergebnis aussagt, verlief der Fight allerdings nicht. In der ersten Runde war der Herausforderer sehr darum bemüht, das Tempo zu machen und landete die ersten Treffer. Obwohl sich Culcay noch etwas zurückhielt, schienen ihn die Aktionen des Mannes aus Heywood nicht zu beeindrucken.
Im zweiten Durchgang wurde der Schützling von Trainer Ismael Salas dann stärker. Mit seinen Haken zum Körper setzte er seinem Widersacher mehr und mehr zu.

Richtig in Fahrt kam das Aufeinandertreffen dann in Runde drei. “Golden Jack” feuerte in der blauen Ecke einen Schlagwirbel ab. Seine linken und rechten Schwinger zum Kopf brachten Thompson in arge Bedrängnis und hinterließen offensichtlich Eindruck.

Nachdem es im vierten Durchgang wieder etwas ruhiger wurde, war die fünfte Runde nur so von guten Aktionen gespickt. Culcay begann fulminant. Gleich zu Beginn landete der Amateur-Weltmeister aus dem Jahr 2009 eine Kombination aus zwei linken und einem rechten Haken an den Kopf von Thompson. Der war bemüht, eine Antwort zu finden. Doch Culcay hatte seine Hausaufgaben gemacht und sorgte mit seiner Deckung dafür, dass der linke Haken Thompsons – die wohl gefährlichste Waffe des Engländers – nicht das gewünschte Ziel fand.

Dann drehte der Deutsche richtig auf. “Ich habe bis zum Abbruch dominiert. Dann habe ich Thompson mit einem Schlaghagel eingedeckt”, so Culcay hinterher. In der Tat: Denn der 27-Jährige feuerte ein nicht enden wollendes Schlaggewitter ab, so dass der polnische Referee Leszek Jankowiak den Kampf schließlich abbrach. “Das liegt im Ermessen des Ringrichters. Ich selbst hätte gerne länger geboxt. Schließlich hatte ich mich auf zwölf Runden eingestellt”, so Jack Culcay später auf der Pressekonferenz.

Während man im britischen Lager mit dem Abbruch haderte – ihn als zu früh empfand – hielt Culcay-Coach Ismael Salas den Zeitpunkt für richtig. “Jack hat einen guten Kampf gezeigt. Er hat so geboxt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Unser Plan war eigentlich, erst später aufzudrehen”, so der Trainer. “Die Entscheidung des Ringrichters war aus meiner Sicht in Ordnung, schließlich hat Thompson keine Gegenwehr mehr gezeigt. Dann muss er damit rechnen, dass der Kampf abgebrochen wird.”
(Quelle: Sauerland Event)

















