Firat Arslan: “Ich will meinen Traum verwirklichen”

Am 3. November kämpft Firat in Halle/Westfalen gegen Titelträger Marco Huck um die WM. Für Huck ist es die zehnte Titelverteidigung, viele Experten räumen Firat nur Außenseiter-Chancen ein. Für ihn nichts Neues – und vor allem nichts, was ihn aus der Ruhe bringen könnte.
Firat, eigentlich haben alle mit einem Rückkampf gegen Alexander Alekseev gerechnet. Nun boxt Du gegen Marco Huck um die WM.
Das freut mich natürlich riesig. Weil es für mich auch ein Beweis dafür ist, dass am Ende doch die Gerechtigkeit siegt.
Wie meinst du das?
Der Ausscheidungskampf gegen Alexander Alekseev wurde Unentschieden gewertet. Obwohl ich der bessere Mann war und den Sieg verdient gehabt hätte. Das hat eigentlich jeder so gesehen – außer den drei Punktrichtern.
Auch Marco Huck und sein Management sind wohl Deiner Meinung?
Das ist so – und das finde ich sportlich sehr fair. In ihren Augen habe ich den Kampf gewonnen und mich damit für den WM-Kampf qualifiziert. Das ist ein sehr respektabler Zug, dafür will ich mich ausdrücklich bedanken.
Die meisten Experten räumen Dir bestenfalls Außenseiterchancen ein.
Ich weiß. Aber das bin ich gewohnt, das stört mich nicht.
Wie siehst Du es denn?
Ich gehe nur mit einem Gedanken in den Ring: dass ich gewinne und wieder Weltmeister werde. Das ist das Ziel. Und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt. Ich werde jedenfalls top vorbereitet sein – um meinen Traum zu verwirklichen, noch einmal den Titel zu holen.
Wie schätzt Du Marco Huck ein?
Er ist ein großer Champion. Das zeigt er alleine dadurch, dass er sich der Herausforderung stellt. Das hätte er nach dem Urteil aus dem Kampf gegen Alexander Alekseev nicht tun müssen. Es spricht für ihn und seinen Sportsgeist, dass er es trotzdem macht.
Und sportlich?
Er hat seinen WM-Titel neunmal erfolgreich verteidigt, er ist gegen Alexander Povetkin nur knapp am WM-Titel im Schwergewicht vorbeigeschrammt – das sagt alles über seine herausragenden Qualitäten.
Aber Du glaubst an Deine Chance?
Was für eine Frage! Natürlich. Sonst dürfte ich gar nicht in den Ring steigen.
















