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Firat Arslan: „Es ist meine Bestimmung jetzt zu siegen!

Arslan mit großer Zuversicht vor dem WM Kampf gegen Marco Huck

Ein Bericht unsrer Boxen1 Mitarbeiterin Sandy Spiess

In Donzdorf (Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg) hat Ex-WBA-Weltmeister Firat „der Löwe“  Arslan heute vor seinem großen Kampf gegen WBO-Cruisergewichtschampion Marco Huck die Sportpresse ins heimische Boxgym geladen.

Auf den meist üblichen verbalen Schlagabtausch und Kampfansagen oder sogar ein K.o.-Versprechen wartet man im Hause Arslan  vergebens. Anstelle grober Sticheleien zollt der Herausforderer Arslan seinem zukünftigen Kontrahenten Respekt und Dankbarkeit zu: „Ich bin sehr froh vom Hause Sauerland die Chance erhalten zu haben um mit Marco – den ich für einen großartigen Champion halte – um eine WM zu boxen“, so der 42-jährige Herausforderer, „und diese Chance werde ich nutzen, ich werde Weltmeister!“. Er will´s also noch mal wissen.

Um den „Kampf seines Lebens“ für sich zu gewinnen, wird im hauseigenen Boxgym zusammen mit seinem Team hart trainiert. Im Rahmen der Kampfvorbereitungen wurde eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Sparringseinheiten absolviert, ca. 160 Runden. Hierbei wurden Sparringspartner aus sämtlichen Sparten des Kampfsportes verpflichtet, u.a. hoch platzierte Profiboxer mit verschiedenen Gewichten (zwischen ca. 70 kg und über 90 kg) sowie sogar ein K1-Weltmeister.

Trainer & Betreuer Dieter Wittmann bestätigt: „Firat ist in der Form seines Lebens und er ist in der Lage am 3. November Geschichte zu schreiben!“

Von Trainer Dieter Wittmann wollte ich wissen: Wo sind die Stärken und Gefahren von Marco Huck, welche Schwächen gibt es und wie wollt ihr diese für euch nutzen?

„Huck ist zwar auf eine eigene Art und weise unpräzise, aber gerade seine variablen Schläge und überfallartigen Aktionen machen ihn ebenso gefährlich. Er ist explosiv und schlagstark. Aus brenzligen Situationen weiß er sich raus zu ziehen.

Obwohl er mutig und risikofreudig ist, wird er manchmal zum „Panikboxer“, und Firat mag Panik. Der härtere gewinnt am Schluss, und das ist definitiv Firat. Ich kenne niemanden mit einem derartig starken Willen und dieser eisernen Disziplin.“

Ein genauer Schlachtplan wird dennoch nicht verraten, „die Taktik ist Trainingsgeheimnis. Ich kann aber schon mal sagen dass viel im Vorwärtsgang und im Nahkampf geboxt wird.“

Das Arslan im Gegensatz zu Huck in der Rechtsauslage boxt, und es somit eine zusätzliche Schwierigkeit für den Titelverteidiger werden kann, auf diesen Bonus verlässt man sich nicht sonderlich. „Natürlich könnte das für Huck schwieriger werden, aber er boxt nicht zum ersten Mal einen Rechtsausleger, außerdem hat er sich in seiner Vorbereitung extra mit darauf abgestimmten Sparringspartnern vorbereitet.“

Das es im Boxgeschäft das ein- oder andere Fehlurteil gibt, und dies meist zu Gunsten des Titelträgers, das ist allgemein bekannt. „Die sicherste Variante für einen Sieg ist natürlich der vorzeitige K.o.-Sieg. Trotz mancher Fehlurteile auf vergangenen Veranstaltungen haben wir das Vertrauen dass im Falle eines ausbleibenden K.O.s ein faires Punkturteil möglich ist. Denn wir werden auch in der Lage sein bei einem Fight über die vollen 12 Runden zu  dominierend und überzeugend gewinnen, dann gibt es hoffentlich keine Zweifel am wahren Sieger“, so Betreuer Dieter Wittmann.

Warum denn kein K.o.-Versprechen im Voraus, so meine Frage. „So etwas ist nicht unser Ding, wir sind Profis und wollen mit Taten überzeugen, nicht durch große Worte im Voraus.“

Als Firat Arslan bei seinem letzten Fight im Mai dieses Jahres gegen den Europameister Alexander Alekseev durch ein umstrittenes Punkturteil (unentschieden) den Kampf nicht für sich gewinnen konnte, damit hat er mittlerweile abgeschlossen.

Alekseev hätte nach diesem Duell gerne gegen Huck geboxt, öffentlich verkündete er: „“Ich werde Dich wie einen Bären in der Manege vorführen!”. Der Kampf kam aber bisher nicht zustande, vielmehr hat Arslan den Zuschlag zum Huck-Duell bekommen. Eine verspätete Form einer ausgleichenden Gerechtigkeit?

„Ich bin ein sehr gläubiger Mensch, ich glaube fest daran dass Gott meinen Sieg damals in Göppingen anerkannt hat, denn schließlich habe ich und mein Team jetzt die große Chance für einen WM-Kampf gegen Huck bekommen. Und das obwohl ich nicht den ersten Schritt gemacht habe, sondern Sauerland auf mich zugekommen ist. Ich glaube fest daran dass dies meine Bestimmung war, es ist meine Bestimmung nun zu Siegen!“

Ob der charismatische Schwabe Arslan Recht behält, und gemäß seiner Einmarschmusik mit dem Titel „Hate me now“ seinem Kontrahenten das Leben im Ring schwer macht und ihm die WM-Krone abnimmt, das bleibt mit großer Spannung abzuwarten.

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