Emanuel Steward verstorben
Boxsport-Legende aus Detroit nach schwerer Krankheit dahingeschieden
Der Donnerstag hat die Boxwelt für einen kurzen Moment stillstehen lassen, um eines seiner bekanntesten Gesichter zu gedenken. Im Alter von 68 Jahren ist Boxtrainer und Kommentator Emanuel Steward seinem Krebsleiden erlegen. Wie aus dem näheren Umfeld des Boxlehrers bekannt geworden ist, wurde dieser erst vor Kurzem operiert und erholte sich gerade in einem Detroiter Krankenhaus.
Steward trainierte seit Anfang der 70-er Jahre Boxer in eben jenem Detroit. Er machte über die Zeit gar einen Markennamen aus dem Kronk Gym, wo er teils soziale Problemfälle von der Straße holte und trainierte. Hier ging auch der Stern von Tommy Hearns auf – der Boxer, mit dem der Name Emanuel Steward auf ewig verbunden sein wird. Die “Motorcity Cobra” war der erste Boxer, den der im US-Bundesstaat West Virginia geborene Mann zu Weltmeisterschaftsehren führte. Spätere Erfolge feierte er vor allem im Schwergewicht mit Namen wie Lennox Lewis und Wladimir Klitschko. Auch bei Oscar De La Hoya, Naseem Hamed oder Julio Cesar Chavez stand er in der Ringecke.
Seit 2001 stand er zudem dem amerikanischen Pay-TV Sender HBO als TV-Analyst zur Verfügung und war dafür bekannt, schon vor Beginn eines Kampfes dessen Verlauf vorherzusehen. Dafür schätzten ihn Fans und Experten gleichermaßen. Sein Tod wird sowohl im als auch am Ring eine große Lücke hinterlassen.
Box-Weltmeister Wladimir Klitschko wird nun zunächst von Johnathon Banks betreut. Am 10. November wird sich zeigen, ob der herbe Verlust den Champion aus der Ukraine beeinflussen wird. Dann trifft Klitschko in Hamburg auf den polnischen Hünen Mariusz Wach.

















